Feldzug gegen Strand-Massagen


© AytoAdeje

Die Gemeinde Adeje betreibt Aufklärung und plant Einführung eines Bußgeldes

Die Stadt Adeje hat gemeinsam mit der Physiotherapeuten-Kammer der Kanaren eine Aufklärungskampagne gestartet, um gegen das immer größer werdende Angebot an Massagen an den Stränden vorzugehen.

Die vorwiegend von Asiaten an den touristischen Stränden angebotenen Massagen seien nicht nur ein Gesundheitsrisiko für die Urlauber, sondern schaden auch dem Image der Urlaubsmetropole und ganz Teneriffas, begründete Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga die Aktion in einer Pressekonferenz. Die Massagen, so Rodríguez Fraga, werden von Personen durchgeführt, die keine entsprechende Ausbildung haben, was ein Gesundheitsrisiko für die Badegäste darstellt, die für diesen Service bezahlen. Außerdem seien nicht einmal die Mindestvoraussetzungen an Hygiene gegeben, denn die illegalen Masseure waschen sich von Behandlung zu Behandlung nicht einmal die Hände und benutzen immer dasselbe Handtuch.

Die Aufklärungskampagne wird in Form von Informationstafeln an den Stränden und in Fußgängerzonen sowie Flyern in Hotels durchgeführt, in denen die Urlaubsgäste und Strandbesucher darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich um einen „illegalen Service“ von nicht ausgebildeten Personen handelt. Zur effektiven Bekämpfung der Massageangebote will die Stadt in Kürze auch ein Bußgeld einführen, dass die Anbieter abschrecken soll. Bislang habe die Polizei Schwierigkeiten dabei, diese zu stellen, weil sie über ein gut funktionierendes Netz mit vielen Beobachtern verfügten, die sich rasch gegenseitig warnen, wenn eine Streife auftaucht, erklärte Stadtdezernent Rafael Dolado.

Manuel Betencor Pérez von der Physiotherapeuten-Kammer gab zu bedenken, dass dieses illegale, vermeintlich gesundheitsfördernde und wohltuende Angebot erhebliche Risiken birgt. Eine falsch eingesetzte Massage könne schwere Nacken- oder Rückenverletzungen verursachen, abgesehen von der Übertragung beziehungsweise Verursachung von Hautkrankheiten durch Hygienemangel. Außerdem seien Strände nicht der richtige Ort für diese Art von Therapie, schloss Betencor Pérez seine Argumentation.




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