Fahndung nach Kupferdieben


© Ayto. Adeje

In zwei Wochen wurde in Adeje Kupferkabel im Wert von 100.000 Euro gestohlen

Die Lage spitzt sich allmählich zu. Seit Jahren schon wird in Spanien eine steigende Zahl der Diebstähle von Kupferkabel festgestellt. Auch auf den Kanaren verschwinden alljährlich beachtliche Mengen des begehrten Metalls aus öffentlichen Elektroinstallationen, was die Stadtkassen belastet. Auf Teneriffa hat die Inselverwaltung ausgerechnet, dass von 2009 bis heute Tausende Meter Kupferkabel gestohlen wurden, was einem Schaden von 1.435.200 Euro entspricht.

Aus diesem Grund bat die Inselverwaltung bereits im Februar dieses Jahres die Guardia Civil, eine Spezialeinheit im Kampf gegen diese Diebstähle einzusetzen. Außerdem forderte das Cabildo die Stadtverwaltungen auf, die Schrotthändler und Anlagen der Metallverarbeitung strenger zu kontrollieren, um den Verkauf gestohlenen Kupfers zu unterbinden.

In Adeje wurde nun die Bevölkerung aufgerufen, sich in die Bekämpfung des Kupferdiebstahls einzubringen und eventuelle Verdächtige sofort zu melden. Da es unmöglich sei, allein durch die Polizei alle Gebiete zu kontrollieren, sei die Mitarbeit der Bürger erforderlich, um den Dieben das Handwerk zu legen. Denn das Kupferkabel wird an den verschiedensten Orten gestohlen. Besonders beliebte Orte für die Entwendung von Kabel sind die fast überall vorhandenen Straßenbeleuchtungselemente. Bürger sind aufgefordert, sich bei der Gemeinde oder der Polizei zu melden, wenn sie Personen beobachten, die sich daran zu schaffen machen und nicht die rote Uniform mit Emblem der Gemeinde tragen.

In zwei Wochen wurden im Gemeindegebiet von Adeje Kupferkabel im Wert von 100.000 Euro entwendet. Stadtdezernent Gonzalo Delgado berichtete, dass Kabel in Fañabé, Callao Salvaje, Tijoco, La Hoya, Los Olivos, Las Torres, Armeñime und El Galeón gestohlen wurde. Er gab außerdem zu bedenken, dass im Haushaltsplan kein Posten für den Kabelersatz vorgesehen ist, sodass nun Mittel dafür verwendet werden müssen, die für etwas anderes vorgesehen waren. „Dies ist eine Sache, die uns alle betrifft und den Stadthaushalt ernsthaft beeinträchtigen kann“, so Delgado. Außerdem erinnerte er an die Gefahren, denen sich Kupferdiebe bei der Entwendung von Stromkabel aussetzen. Außerdem seien auch Kinder in Gefahr, die sich in der Nähe von Stellen aufhalten, an denen z.B. Erdungskabel gestohlen wurde.




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