Fährüberfahrt für Vierbeiner eine Qual


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Besitzer brachten Unterbringung ihrer Tiere an Bord einer Fähre zur Anzeige

Mehrere Passagiere haben eine Beschwerde gegen Acciona Trasmediterranea eingereicht und sich über die Bedingungen der Tiertransporte an Bord der Fähren dieser Reederei beklagt.

Die Beschwerde ging laut der Nachrichtenagentur EFE beim Verbraucherbüro auf La Gomera ein und bezieht sich auf eine 48-stündige Fährüberfahrt von Cádiz nach Teneriffa mit Zwischenstopps auf zwei anderen Inseln. Einer der Unterzeichner der Beschwerde berichtete EFE, dass diese Ree­derei, die als einzige Fährverbindungen vom spanischen Festland zu den Kanaren anbietet, ihm für ein Fährticket für ihn, seine Hündin und sein Fahrzeug 600 Euro berechnete. Dabei musste er sich die Kabine mit vier anderen Personen teilen und seine Hündin reiste in einem für Tiere reservierten Bereich, der alles andere als komfortabel war. Obwohl ihm versichert worden war, dass es seinem Tier gutgehen würde, musste er feststellen, dass seine Hündin auf einem abgesperrten Bereich an Deck, direkt neben dem Schiffskamin untergebracht war, wo es keinen Schutz vor der Sonne gab. Die Käfige, in denen die Tiere nach dem Auslauf an Deck wieder „verstaut“ werden sollten waren winzig, stanken zwar nach Desinfektionsmittel, waren aber dreckig und schimmelig, denn Löcher in der Türe waren die einzige Belüftung in dem Raum. Das Wasser für die Tiere sei fast kochend aus der Leitung gekommen, weshalb die Besitzer der 14 mitfahrenden Tiere (10 Hunde und 4 Katzen) Wasserflaschen für die Versorgung ihrer Vierbeiner kaufen mussten.

Die Reederei versicherte auf die Beschwerde hin, dass der Tierbereich der Fähre „einwandfrei“ ist und täglich desinfiziert wird.




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