Ex-Bürgermeister von Icod de los Vinos unter Korruptionsverdacht


© Moisés Pérez

Juan José Dorta führt den Verdacht auf einen „persönlichen Racheakt“ zurück

Juan José Dorta, bis Ende Mai Bürgermeister von Icod de los Vinos, wird sich in Kürze wegen dringendem Korruptionsverdacht vor dem Richter verantworten müssen.

Der Sozialist soll ebenso wie die übrigen Mitglieder der damaligen Regierungsmannschaft im Rahmen urbanistischer Entscheidungen Amtspflichtverletzung begangen haben.

Ausgelöst wurde das Verfahren bereits 2006 durch eine Anzeige, die zwei in der Gemeinde tätige Beamte bei der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft erstattet hatten. Darin wurde unter anderem der konkrete Fall des Baus eines Hauses in Santa Bárbara aufgeführt, das Eigentum des ehemaligen Bürgermeisters ist. Der Anzeige zufolge wurde es 2004 auf einem Gelände gebaut, das nicht als Baugelände ausgewiesen war. In einem vorläufigen städtischen Bebauungsplan, den die Gemeinde kurz darauf verabschiedete, wurde das betreffende Gelände auf einmal als Baugelände ausgewiesen.

Des Weiteren ist die Rede von einem ähnlich gelagerten Fall, der diesmal allerdings den damaligen Ressortleiter für Bauarbeiten betrifft. Auch er soll sich eine Villa auf einem Gelände gebaut haben, das nur für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden darf.

Dorta erklärte zu den Vorwürfen bislang lediglich, es handele sich um einen „persönlichen Racheakt“ und er habe nichts zu verbergen.




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