Europa schickt 600 Solarstromanlagen nach Südamerika


Auf Teneriffa wurden die Prototypen getestet

600 photovoltaische Anlagen zur Stromgewinnung werden in Kürze in mehreren lateinamerikanischen Ländern installiert: Ecuador, Honduras, Nicaragua, Paraguay, El Salvador und Guatemala, während für Bolivien und Peru gekoppelte Windkraft-Solaranlagen geplant sind.

Die Anlagen werden allesamt in landwirtschaftlichen Gegenden installiert, die bis heute noch keinen Zugang zur Elektrizität haben. Rund 300.000 Menschen werden von diesem Projekt profitieren.

Die Initiative ist Teil des europäischen Programms Euro-Solar, das mit diesem Projekt Entwicklungshilfe für diese Länder leisten will, und ist weltweit eine Premiere, die auf das EU-Kooperationsamt EuropeAid zurückgeht.

An Teneriffas Institut für Erneuerbare Energien (ITER) sind seit dem vergangenen September die Probeläufe der Prototypen vorgenommen worden, nachdem die Techniker in Brüssel waren, um dort die eingereichten Angebote zu prüfen. Jetzt wurden die Probeläufe er­folg­reich beendet. Nun werden die Techniker nach Südamerika reisen, um die geeignets­ten Standorte für die Anlagen auszumachen.

Das EU-Projekt sieht die Stromversorgung von 117 weitabgelegenen Bauerndörfern in Guatemala vor, 48 in El Salvador, 68 in Honduras, 42 in Nicaragua, 59 in Bolivien, 91 in Ecuador, 130 in Peru und 45 in Paraguay. Damit können u.a. Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Bildungseinrichtungen mit Strom versorgt werden.




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