Erste Schritte für die Neugestaltung des Herzstücks von Puerto de la Cruz


© Moisés Pérez

2010 sollen die Bauarbeiten beginnen

Satte 2,6 Millionen Euro sind für das Projekt zur Neugestaltung der Plaza del Charco im Gespräch; 67.000 Euro soll allein die Ausarbeitung des Projekts kosten.

So hat es das Cabildo angekündigt, das die aufwendige Planung über das Tourismusamt abwickelt. 2010 soll es losgehen, kündigt der Chef des Tourismusamtes, José Manuel Bermúdez, an: „Diese Neugestaltung ist die Antwort auf das dringende Anliegen, diese Plaza zeitgemäß zu gestalten und zu verschönern. Immerhin kommen dort täglich Tausende von Passanten vorbei.“

Das Cabildo wünscht sich ein Projekt, das die verschiedenen Ebenen der Plaza fließend verbindet, auch die Zeitungskioske mit einbezieht, eine Verbindung zum Hafen herstellt und in gewisser Weise auch an den Ursprung des Namens „Charco“ (Pfütze, Teich) erinnert.

Tatsächlich ist Puerto de la Cruz ohne diesen großen Hauptplatz nicht denkbar, denn den hat es schon immer in diesem einstigen Fischerort gegeben. Im Lauf der Zeit ist die Plaza del Charco mehrfach gewaltig umgemodelt worden. So wurde beispielsweise schon vor langen Jahren das Niveau des Platzes erhöht, um zu vermeiden, dass er durch stürmische Flutwellen überschwemmt und damit zur „Pfütze“ wurde, was dem Platz einst seinen Namen gab. Ende der 80er Jahre muss­te dann die beliebte, aber mit den Jahren recht heruntergekommene Bar Dinámico mitten auf der Plaza dem modernen Design der damaligen Architekten weichen, was bei vielen Einheimischen zunächst gar keinen rechten Anklang fand. Vor allem wurde bemängelt, dass im Zuge dieser Arbeiten auch der einstige Pavillon, ein rundes Gebäude mit säulenverkleideter Terrasse auf dem Dach, wo seinerzeit das Stadtorchester seine Platzkonzerte gab, dem neuen Look weichen musste. Auch die neuen Zeitungskioske wurden damals als „eher wie öffentliche Bedürf­nisanstalten anmutende Bauten“ heftig bekrittelt. Doch man gewöhnt sich bekanntlich an alles. So darf man gespannt darauf warten, was die Architekten sich diesmal einfallen lassen.

Im Rahmen des Projektes sollen auch die Fassaden der Gebäude, die rings um den Platz angeordnet sind dem neuen und anspruchsvolleren Image angepasst bzw. die Werbeschilder der Geschäfte entsprechend neu gestaltet werden.




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