„Erhalt und Restaurierung der Pajares“


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Projekttage für junge Menschen aus sieben spanischen Regionen

Pajares heißen die einfachen Natursteinhütten, in denen früher die Landbevölkerung von Teneriffa lebte und die heute überwiegend als Vorratsräume, Weinkeller und Ställe genutzt werden.

Die Pajares sollen in der Zeit nach der Eroberung der Inseln durch die Spanier gebaut worden sein. Mit dem Bau der ersten Wohnhäuser, die diese einfachen Behausungen ersetzten und dem späteren Beginn des Tourismus auf der Insel gerieten die Steinhäuser in Vergessenheit und verfielen zusehends. Erst spät kam die Erkenntnis, dass die Pajares als Teil des volkstümlichen Erbes der Insel nicht verschwinden dürfen.

Seit einigen Jahren schon bemüht man sich in La Orotava, wo inselweit die meisten dieser strohgedeckten Steinhäuser stehen, aktiv um deren Erhalt. Wichtig ist in diesem Zusammenang einerseits die Förderung des Getreideanbaus, um das Stroh für die Dächer zu gewinnen, andererseits die Ausbildung neuer „Dachdecker“, denn die Tapadores sind ein aussterbendes Handwerk.

Vom 3. bis 17. August veranstaltet der Kulturverband Pinolere in La Orotava nun Projekttage zum Thema Pajares, an denen 20 junge Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren aus sieben spanischen Regionen teilnehmen werden. Die Teilnehmer der Projekttage werden unter anderem Roggen mähen, lernen wie das Getreide gelagert und weiterverarbeitet wird, und an der Neudeckung von Pajares mitarbeiten.




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