Erfreuliche Bilanz des Festes


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Friedlicher Karneval mit großer Teilnahme und ohne Zwischenfälle

ochzufrieden traten Bürgermeister Miguel Zerolo und sein Vize Ángel Llanos vor die Presse, um Bilanz des „zauberhaften“ Karnevals in Teneriffas Hauptstadt zu ziehen. Fast euphorisch berichteten sie und beglückwünschten die Bevölkerung zu einem „fast perfekten“ Karneval, der zweifellos als „ein voller Erfolg“ bezeichnet werden könne.

Nach dem Fiasko des letzten Jahres, in dem die vollkommen missglückte und verpfuschte Königinnengala einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen hatte, sei der Karneval in diesem Jahr sozusagen auferstanden und die Carnavaleros zu Hochform aufgelaufen. Somit sei der Erfolg in großem Maße der Bevölkerung zu verdanken. Aber natürlich ist auch der Organisation zu danken, die dem Madrilenen Jaime Azpilicueta die Regie der Königinnengala übertrug, die richtigen Musiker für Auftritte engagierte und so für gute Stimmung während des ganzen Karnevals sorgte.

Auf dem musikalischen Programm standen Latino-Stars wie Chayanne, Carlos Vives und die kubanische Gruppe „Orishas“. Besondere Begeisterung rief auch das Revival der venezolanischen Band „Billo’s Caracas Boys“ hervor, die nach vielen Jahren wieder zum Karneval in Santa Cruz zurückkehrte. Insgesamt wurden 233 Stunden Livemusik geboten.

Ganz besonders freuten sich die Stadtväter über die rege Beteiligung der Karnevalisten an dem neu eingeführten „Tageskarneval“ am letzten Karnevalssonntag. Diese Idee, einen ganzen Mittag lang auf fünf verschiedenen Karnevalsbühnen Musik und Unterhaltung für die ganze Familie zu bieten, fand großen Anklang, und Zerolo kündigte bereits an, dass diese Tanzveranstaltung nächs­tes Jahr auf zwei Tage ausgedehnt wird.

 Maribel Oñate, die zusammen mit Vizebürgermeister Llanos für die Organisation des Karnevals zuständig war, gab zu, dass die Ausgaben das veranschlagte Budget von fünf Millionen Euro schließlich doch überstiegen haben. Ángel Llanos räumte sogleich ein, dass dabei allerdings auch der enorme Werbeeffekt berücksichtigt werden müsse, der durch die Medienpräsenz erzielt wurde.

Während des feuchtfröhlichen Festes wurden im „Feldlazarett“ des Straßenkarnevals nach Auskunft der Verantwortlichen 479 Personen versorgt, knapp die Hälfte davon hatten eine leichte bis mittelschwere Alkoholvergiftung. Die Polizeikräfte stellten in mehreren Fällen Drogen sicher und griffen bei Raufereien und Schlägereien ein. Größere Zwischenfälle wurden nicht verzeichnet.

Während der Haupttage des Karnevals hatten die 80 Mitarbeiter der Reinigungsfirma Urbaser alle Hände voll zu tun. Wie die Stadt mitteilte, fielen während des Karnevals 486.000 kg Müll allein in den Containern an ­– die Straßenreinigungsfahrzeuge beseitigten weitere 500 Kubikmeter Müll. Für die weitere Reinigung wurden über vier Millionen Liter Wasser und etwa 4.000 Liter chemische Reinigungsmittel verwendet.




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