Enttäuschender Sommerschlussverkauf


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Einzelhandel spricht von 40%igem Umsatzrückgang

Der Vorsitzende des Handelsverbands von Teneriffa (Fedeco), Luis de Miguel, sprach schon zwei Tage vor dem offiziellen Ende des Sommerschluss­verkaufs am 6. September über das Ergebnis. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr wird auf satte 40% kalkuliert, und Luis de Miguel bezeichnete die derzeitige Lage des Handels als „Rezession“.

Schon eine Woche nach Beginn des Sommerschlussverkaufs wurde die Tendenz deutlich, die zunächst auf einen Umsatzrückgang in Höhe von 30% hindeutete. „Wir dachten, es würde dabei bleiben, doch die letzten Daten haben gezeigt, dass dieser Prozentsatz bis zu 40% beträgt“, sagte de Miguel.

Angesichts der Konjunkturlage war schon vor Beginn der Rabattzeit klar, dass die Kunden sich eher zurückhaltend verhalten würden, doch mit so einem schlechten Ergebnis war nicht gerechnet worden. Sorgenkinder sind vor allem die Bereiche Textilien, Bekleidung und Schuhe, doch auch in anderen Bereichen macht sich das Sparverhalten der Verbraucher bemerkbar. Accessoires und Haushaltsgeräte verzeichneten ebenfalls ein erhebliches Veraufsminus. „Die starken Rabatte haben die schlechte Saison des Frühlings und des Sommers nicht ausgeglichen, und schon der Winterschlussverkauf blieb in diesem Jahr weit hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Die Leute haben kein Geld mehr zum Ausgeben – weder in der Saison noch beim Schlussverkauf“, klagt Luis de Miguel.

Schlechte Prognosen auch für den Winterschlussverkauf

Laut der Vorhersage des Präsidenten des Handelsverbands wird sich am Konsumverhalten der Kunden auch im nächsten Winterschlussverkauf nichts ändern.

„Der Winterschlussverkauf wird schlecht laufen“, prognos­tiziert Luis de Miguel schon jetzt und fügt bekümmert hinzu „wir dachten, wenn wäh­rend der Saison nichts läuft, wird der Schlussverkauf uns zugutekommen, doch wir haben uns getäuscht.“ Der Verband rechnet auch im September und Oktober mit einem zurückhaltenden Konsumverhalten der Verbraucher. Zur Weihnachtszeit werde vermutlich erfahrungsgemäß wieder mehr verkauft, doch schon nach den Feiertagen „werden wir sehr viel weniger Umsatz machen als in Vorjahren“.




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