Ein hochgiftiger Garten


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Neue Ausstellung im Völkerkundemuseum Pirámides de Güímar

Giftige Pflanzen wurden einst bei der Jagd verwendet, bei Kriegen eingesetzt, und sogar Herrscher wurden mit ihrer Hilfe getötet; Aber es konnten auch schon Menschenleben durch sie gerettet werden.

„El Jardín Secreto“ – der geheime Garten – heißt der neue Bereich im Völkerkunde- und Freilichtmuseum Pirámides de Güímar, in dem rund 70 der giftigsten Pflanzen der Welt gezeigt werden. Die botanische Ausstellung soll Besuchern jeden Alters Wissen über diese gefährlichen Pflanzen und ihre Wirkung vermitteln.

Die Einweihung wurde von Wolfredo Wildpret vorgenommen, emeritierter Professor für Biologie an der Universität La Laguna und eine wahre Koryphäe auf diesem Gebiet. Wildpret ging bei seiner Ansprache auf eine besonders vielseitige aber ebenso gefährliche Pflanze ein: „(…) die giftigste von allen beim Kontakt, sodass sie sogar von Sadam Hussein zur Herstellung chemischer Waffen eingesetzt wurde, wenngleich sie aber bei anderer Verarbeitung auch therapeutische Wirkung haben kann: das Rizinusöl“. Wildpret unterstrich die doppelte „Mission“ dieses Gartens: zum einen der Unterhaltungsfaktor und zum anderen der Lernfaktor.

Das Museum „Pirámides de Güímar“ ist täglich von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.




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