Ein großer Tag für Las Chumberas


© Uli Pestano Lindner

Von Strukturproblemen betroffene Siedlung wird teils abgerissen, teils instand gesetzt

Heute ist ein großer Tag für die Urbanisation Las Chumberas,“ erklärte La Lagunas Bürgermeister Fernando Clavijo Anfang Februar in Madrid, nachdem bei dem entscheidenden Treffen der beteiligten Institutionen endlich die Zukunft der von Strukturproblemen betroffenen Siedlung sowie die Finanzierung von Abriss und Neubau beschlossen worden war.

Im Jahr 2009 hatten städtische Experten zum ersten Mal bestätigt, dass Gebäude der Sozialbausiedlung Las Chumberas, unterhalb des Sportgeschäftes Decathlon gelegen, von sogenannter „aluminosis“ befallen seien. Beim Bau der Siedlung war ein spezieller, schnell abbindender Zement verwendet worden, der das Moniereisen schädigte, wodurch sich der Beton zersetzte und die Strukturen instabil wurden. Insgesamt waren 29 der 42 Gebäude betroffen, 475 der 675 in der Siedlung lebenden Familien mussten ihr Zuhause verlassen.

Es begann ein verzweifelter Kampf. Die Familien verlangten Abhilfe. Doch wegen der allgemein leeren Kassen der Verwaltung, und weil gegen den Flächennutzungsplan verstoßen worden war, verkomplizierte sich die Lösungssuche. Nun, nach fast sechs Jahren, wurde endlich über die Zukunft von Las Chumberas entschieden.

In Madrid einigten sich das Entwicklungsministerium, die Kanarenregierung, Teneriffas Cabildo und die Gemeinde La Laguna über die entsprechende Anpassung des Flächennutzungsplanes, den Abriss der betroffenen Gebäude sowie deren Neubau und die Finanzierung. Vorgesehen ist, in einer ersten Phase zehn Gebäude mit 160 Wohnungen abzureißen und neue Wohnblocks zu bauen, die Platz für 188 Parteien bieten. Mit dieser ersten, mit 25,2 Millionen Euro veranschlagten Phase soll im März begonnen werden. Der Staat will über 12 Millionen Euro beisteuern, die kanarischen Behörden werden für den Rest aufkommen.

Fernando Clavijo erklärte, um den Bürgern nun möglichst schnell helfen zu können, würde man sofort mit den nötigen Vorbereitungen beginnen. Der Flächennutzungsplan müsse geändert, die Baupläne entworfen und ein Vergabeverfahren für den Abriss der baufälligen Gebäude durchgeführt werden. Nach Unterschrift des endgültigen Abkommens im März wolle man umgehend mit den Arbeiten beginnen können.

Über die zweite Phase, sprich die Neuerrichtung der abgerissenen Gebäude, wurde jedoch noch nichts bekannt.




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