„Eher ein Spa als ein Meeresschwimmbad“


PP verlangt ein attraktives Projekt für die seit langem geplante Meeresschwimmbadanlage Lago Santiago

Seit mehr als einem Jahrzehnt bemühen sich die verschiedenen Bürgermeister der Gemeinde Santiago del Teide um Meeresschwimmbäder und einen Meerespark für die Küs­tenzone von Puerto Santiago nach dem Muster von Puerto de la Cruz.

Schon vor vielen Jahren wurden Grünanlagen und Spazierwege angelegt und die Plaza neu gestaltet. Doch das Herz der Anlage, die Schwimmbadanlage, ist bislang ein Wunschtraum geblieben. In der Hauptsache aus finanziellen Gründen.

Inzwischen ist der Naturstrand, die Playa de la Arena, angesichts der herrschenden Bauwut der Hotels und Appartementhäuser, die wie Pilze  aus dem Boden schießen, viel zu klein geworden für die vielen Badegäste. Das Meeresschwimm­bad ist also dringender als je zuvor. Erst im vergangenen Jahr hatte der derzeitig Stadtvater Gorrín mit den Aushubarbeiten beginnen lassen, wobei ein Teil der Küstenstraße abstürzte und der Ort praktisch zweigeteilt wurde. Dabei stellte sich dann heraus, dass man sich auf eine bereits verfallene Lizenz gestützt hatte, die längst nicht mehr den heutigen Anforderungen des Küstenamtes entsprach. Die Gemeindeväter erhielten die Auflage, ein neues Projekt vorzulegen. Das ist wohl jetzt geschehen und hat sogleich den Hohn und Spott der konservativen Opposition ausgelöst. Ihr Sprecher, Oliver Socas, bezeichnet es als undurchführbar und versicherte, dass es eher einem Spa gleiche als einem Meeresschwimmbad. Außerdem sei die Finanzierung nicht geklärt, offenbar verkaufe Bürgermeister Gorrín seinen Bürgern wieder einmal Schall und Rauch. Dabei habe er seinen Bauplan als „wesentlich ambitionierter“ bezeichnet als vorangegangene. „Wir brauchen ein attraktives Projekt für den Lago Santiago“, verlangt Socas.

Außerdem seien von den veranschlagten 2,1 Millionen Euro 481.000 abzuziehen. Die verlangt nämlich die Baufirma als Entschädigung für den seinerzeit erteilten Auftrag, der zwar begonnen aber nicht zu Ende geführt wurde. Die Opposition verlangt erneut ein vernünftiges Projekt mit einer attraktiven Gestaltung, sowie die offizielle Bestätigung des Küstenamtes über die Legalität der Anlage. Vor allem aber müsse die Finanzierung gesichert sein, bevor die Bagger erneut anrücken.




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