Die Wasserbecken sind gut gefüllt


2013 gibt es voraussichtlich genug Wasser für die Bauern

In diesem Jahr bewegt sich die Regenmenge wieder innerhalb gewohnter Werte. Nachdem das vergangene Jahr 2012 das trockenste in mehreren Jahrzehnten war, hat sich der Wasserhaushalt der Insel im laufenden Jahr erfreulicherweise wieder normalisiert. Üppige Niederschläge haben die Wasserreservoirs Teneriffas gut genug gefüllt, damit die Landwirte dem Sommer gelassen entgegenblicken können.

Im Durchschnitt sind die 21 Wasserbecken Teneriffas zur Hälfte gefüllt, während sie im vergangenen Jahr nur einen Füllstand von 20% erreichten. Wie immer sind die Wasserstände im Norden höher als im trockeneren Süden Teneriffas. Das Wasserbecken im Valle Molina bei La Laguna hat sogar schon 90% seiner Kapazität erreicht.

Vor allem der Monat März hat mit seinen starken Regenfällen für diese erfreuliche Bilanz des insularen Wasserhaushaltes gesorgt.

Auf Teneriffa sind bisher im Durchschnitt 330 mm Regen gefallen. In den landwirtschaftlichen Gebieten waren es sogar 365 mm. Am meisten Regen, nämlich 399 mm, fiel in den Cañadas del Teide. Im Vorjahr waren in den Cañadas dagegen nur 132 mm gefallen und in den landwirtschaftlichen Anbaugebieten nur 56 mm. Doch sogar in der Rekordtrockenheit des vergangenen Jahres war laut Jesús Morales die Versorgung der Städte und Ortschaften nicht gefährdet. In der Landwirtschaft jedoch sah es ganz anders aus, sie hatte unter extremer Wasserknappheit zu leiden.

Der kanarische Beauftragte für die Wasserwirtschaft, Jesús Morales, erwartet einen ruhigen Sommer.  Doch auch in diesem Jahr will er wachsam bleiben. Zusammen mit dem Landwirtschaftsbeauftragten José Joaquin Bethencourt, trifft er regelmäßig mit den Landwirten zusammen, um die Lage zu beurteilen. Die mobile Entsalzungsanlage von Santa Cruz, die im vergangenen Jahr im Einsatz war, ist zurzeit nicht in Betrieb, kann jedoch jederzeit eingesetzt werden, sollte sich doch noch die Notwendigkeit ergeben.

Die reichen Niederschläge in diesem Jahr haben noch einen weiteren positiven Effekt. Die Insel ist dadurch deutlich grüner. Dies senkt die Waldbrandgefahr erheblich, sodass auch in diesem Bereich auf einen ruhigeren Sommer als im letzten Jahr gehofft werden kann.




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