Die Universitätsklinik verliert auf unbestimmte Zeit vier OP’s


© Fotos Aereas

Aufgrund der starken Regenfälle

Die sintflutartigen Regenfälle, die Anfang dieses Monats auf den Inseln niedergegangen sind, haben erneut die großen Probleme der Provinz Teneriffa in Sachen Infrastruktur offenbart. So wurden in der Universitätsklinik HUC vier Operationssäle durch Wasserschäden völlig außer Betrieb gesetzt und zwar auf unbestimmte Zeit.

Nach Angaben des Krankenhauses mussten alle in diesen Räumen vorgesehenen Operationen abgesagt werden. Hierbei handele es sich, so das Klinikum, um kleinere Eingriffe, die allerdings in Kürze durchgeführt werden könnten.

Doch die Ausbesserungsarbeiten an den Decken der OP’s machen es unmöglich, diese Einrichtungen zu benutzen.

Einige sehr dringende Fälle werden bereits in den vierzehn für größere Eingriffe vorgesehenen Operationssälen durchgeführt. Bis die Experten die Reparturarbeiten an den Decken der OP’s nicht abgenommen haben, sind die Räume nicht funktionsfähig. Deshalb erwägt die Krankenhausdirektion, einen Teil der Operationen, die momentan nicht durchgeführt werden können, in den Zentral-OP’s durchführen zu lassen.

In einem regionalen Radioprogramm erklärte Guillermo de Loño, Mitglied des Aufsichtsrates, dass laut Angaben der Klinikleitung die Reparaturen keinesfalls vor Anfang November fertig sein werden. Und dann müssten die Experten der Risikoprävention erst einmal die Bauarbeiten überprüfen. „Hierbei sprechen wir von mindestens drei Wochen, wärend derer die Operationssäle nicht genutzt werden können“, so Guillermo de Loño. Auch wenn es sich nicht um dringende Eingriffe handele, würden sich die Wartelisten erheblich verlängern.

Weit über hundert chirurgische Eingriffe konnten bis jetzt wegen der Schließung der Operationssäle nicht durchgeführt werden. Die Lösung, die der Betriebsrat zu diesem Problem vorschlägt, ist der Betrieb der großen OP’s auch an Nachmittagen.

Von den starken Überschwemmungen waren noch weitere Abteilungen betroffen: Die Krankenhausapotheke, die Einheit für künstliche Befruchtung, die Reha-Abteilung und zwei der großen Operationssäle. Alle diese Fachbereiche mussten tagelang gereinigt werden, bevor sie wieder betriebsfertig waren.

Diese Infrastrukturprobleme des im Jahr 1971 eröffneten Universitätsklinikums sind nicht neu. Vor zwei Jahren, im Rahmen einer Brandsimulation, waren ebenfalls erhebliche Schäden entstanden.




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