Die Lebensmittelbank bittet um Hilfe


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Wochenblatt-Leser helfen

Die Krise hat inzwischen weite Kreise der kanarischen Bevölkerung erreicht und ganz besonders sind Familien betroffen, bei denen sämtliche Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren haben. Um die größte Not zu bekämpfen und wenigstens die Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern, sind Institutionen wie die Lebensmittelbanken oft die letzte Anlaufstelle.

Doch trotz aller Bemühungen, immer wieder für Nachschub zu sorgen, sind aufgrund der ständig steigenden Nachfrage bei der „Banco de Alimentos de Tenerife“ (BancoTeide) die Vorräte fast erschöpft.

Wie María Victoria Díaz López, die Vizepräsidentin von BancoTeide, kürzlich vor der Inselpresse erklärte, werde die Einrichtung zukünftig die Lieferungen, die bislang erfolgten, nicht mehr erfüllen können, weil die Europäische Union ihre Zuteilungen für 2012 um rund 75% kürzen werde, die bislang vom Agrar-Garantie-Fonds FEGA zur Verfügung gestellt wurden.

Das bedeutet in nackten Ziffern, dass statt der 1,6 Millionen Kilo an Nahrungsmitteln, welche 2011 aus dieser Quelle an die Lebensmittelbank geliefert wurden, im kommenden Jahr nur noch mit rund 400.000 Kilo gerechnet werden kann. Das wird dann noch weniger sein als 2009, wo FEGA immerhin 521.155 Kilo nach Teneriffa schickte.

Die Vizepräsidentin macht sich daher große Sorgen. „Das kommende Jahr wird sehr schwierig werden und wir müssen nach Alternativen suchen, um den vielen Menschen zu helfen, denen es schlecht geht.“ Deshalb hat die Lebensmittelbank jetzt eine Kampagne eingeleitet, um Berufsverbände und Unternehmen zum Spenden aufzurufen, und die Lücke zu füllen. So wurde bereits mit der Ärzte- und der Zahnärztekammer Kontakt aufgenommen, damit sich deren Mitglieder zu regelmäßigen Spenden verpflichten.

Ebenso will man andere Institutionen und Gesellschaften wie das Unternehmen Carrefour ansprechen, die Warenüberschüsse zur Verfügung stellen, oder Spendenaktionen wie die „Operation Kilo“ unter ihren Kunden veranstalten sollen. María Victoria Díaz erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr allein durch eine solche Aktion mehr als 278.000 Kilo Lebensmittel von Kunden der Hypermärkte gespendet wurden.

Der Hilfsplan der EU für Bedürftige wurde 1986 ins Leben gerufen, als eine Kältewelle zahlreiche Länder Europas heimsuchte. Damals entschieden die zuständigen Stellen in Brüssel, die von den einzelnen Staaten eingelagerten Lebensmittelreserven an Not leidende Menschen in den verschiedenen Ländern zu verteilen. Später wurde ein Hilfsplan geschaffen und immer weiter ausgebaut und der Agrar-Garantiefonds FEGA ins Leben gerufen, der seither für Aufstellung und Durchführung der Hilfspläne zuständig ist.

Jedes Jahr legt die Europakommission die Mengen fest, die den einzelnen Staaten für diese Hilfsaktionen zugeteilt werden und da die Anfragen ständig zunehmen und die beantragten Mengen immer grö­ßer werden, erhält Spanien 2012 nur noch die eingangs erwähnten 400.000 Kilo.

Auch wenn die Hilfe, die wir aus unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ leisten können nur der sprichwörtliche Tropfen auf den hei­ßen Stein sein kann, bitten wir unsere Leser und Freunde dennoch weiterhin um ihre Unterstützung.

Glücklicherweise finden wir immer wieder mit unserer Bitte um Unterstützung Ge­hör und so konnten wir uns in den vergangenen zwei Wochen wieder über groß­herzige Spenden freuen:

Die Gemeinschaft Evangelischer Christen stellte uns mit 169,58 Euro einen Teil ihrer „Erntedankkollekte“ zur Verfügung, Claudia aus dem Inselsüden überwies 500 Euro auf unser Spendenkonto und Karin und Tommy van Os, die Wirtsleute vom Krombacher Bistro in Playa de las Américas, konnten einmal mehr ihre Gäste dazu überreden, sich statt eines Geschenks eine Spende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“ zu wünschen. So konnte uns das Ehepaar Tremmler sage und schreibe 410 Euro überreichen. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön.

Wie dankbar besonders die kleinen privaten Hilfsgruppen für die Unterstützung durch unsere Spendenaktion sind, ist dem Schreiben des Pfarrers der Kirchengemeinde Nuestra Señora de los Dolores im Ortsteil San Felipe von Puerto de la Cruz zu entnehmen.

Die Übersetzung:

Erneut wenden wir uns an Sie, dieses Mal, um Ihnen für Ihre Spende in Höhe von 1.500 Euro zu danken, die uns über Ihre Zeitung zugekommen ist. Gleichzeitig bitten wir Sie darum, den die Initiative „Aus Geben wächst Segen“ unterstützenden Lesern unsere ehrliche Dankbarkeit mitzuteilen für ihre selbstlose Geste, den Ärmsten und Bedürftigsten zu helfen, die, aus welchem Grund auch immer, in dieser heutigen Zeit schwierige Momente durchleben müssen. Leider wenden sich immer mehr Hilfsbedürftige an unsere Pfarrei, und zwar nicht nur Einwohner unserer, sondern auch anderer Gemeinden, sowie Menschen, die die Stadtverwaltung von Puerto de la Cruz an uns verwiesen hat, sei es, um ihnen nur aus einem schwierigen Moment zu helfen oder sie über längere Zeit zu unterstützen. Diese Situation übersteigt schon längst unsere Möglichkeiten, aber wir sind optimistisch und hoffen, auch weiterhin wie bisher Hilfe leisten zu können, da wir auf die Hilfe von Gott, unserem Vater und die Unterstützung aller zählen können.

Wir verbleiben hochachtungsvoll,

Domingo Ponce Álvarez

Jesús Castell Úbeda

Ein „sinnvolles“ Geschenk

Jetzt ist wieder die Zeit der Hausfeste. Es wird zu Geburtstagen, Jubiläen und anderen Festlichkeiten eingeladen und man weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Geldspende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“, das ist wirklich ein sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge für unser Spendenkonto zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spenden unserer Aktion  an Hilfsorganisationen:

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (12/09) Euro 2.000

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (02/10) Euro 2.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (02/10) für die Anschaffung

eines Lieferwagens Euro 4.000

„La Mesa“ Neueröffnung in San Isidro/Granadilla (03/10) Euro 1.300

Centro de Día Padre Laraña (04/10) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal Hijas de Caridad, Santa Cruz (05/10) Euro 2.500

Caritas Puerto de la Cruz (06/10) Euro 500

und (08/10) Euro 500

Sozialer Speisesaal San Pio X, Santa Cruz (09/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (11/10) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (12/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (12/10) Euro 591,77

Caritas Puerto de la Cruz (01/11) Euro 1.000

Rotary-Club Pto. de la Cruz – Lebensmittel-Lieferung (03/11) Euro 3.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (04/11) Euro 1.000

Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (07/11) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (8/11) Euro 900

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (09/11) Euro 1.500

Caritas Puerto de la Cruz (10/11) Euro 1.500

Einladung an unsere Leser zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 0081 0403 34 0001185625

IBAN: ES14 0081 0403 34 0001185625

BIC: BSAB ESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: