Die Kinder trifft es am schlimmsten


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Wochenblatt-Leser helfen

Es vergeht kein Tag, an dem in der Inselpresse nicht über die Notlage der Menschen zu lesen ist, die von der Krise betroffen sind und nach Mitteln und Wegen suchen, um ihre Familien durchzubringen.

Allein in den letzten drei Tagen waren unter folgenden Überschriften Berichte über die Notlage der Menschen auf dieser Insel zu lesen:

„Mehr als sechstausend Menschen haben dringende soziale Hilfe beantragt“, war im Diario de Avisos zu lesen. „Die sozialen Speisesäle können längst der Nachfrage nicht mehr Herr werden“, heißt es am selben Tag in der Zeitung El Dia. Und nur zwei Tage zuvor berichteten beide Blätter über das gleiche Thema: „Nach einem Bericht von UNICEF befinden sich vierzig Prozent der Minderjährigen auf den Kanaren in unmittelbarer Gefahr, in Armut zu verfallen“ oder „Die Kanaren liegen auf einem der ersten  Plätze spanienweit, was die Zahl der Kinder betrifft, die von der Armut bedroht sind“.

Wie aus dem Bericht der Organisation hervorgeht, verzeichnete der Prozentsatz des Armutsrisikos bereits seit 2005 eine ansteigende Tendenz, wo 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen sich am Rande der Armut befanden, inzwischen ist von vierzig Prozent die Rede.

In Spanien ein armes Kind zu sein, bedeutet nicht unbedingt, Hunger leiden zu müssen. Doch viele Kinder sind schlecht ernährt. Sie gehen auch zur Schule, doch oft können die Kosten nicht aufgebracht werden, die mit dem Schulbesuch einhergehen. Das bedeutet oft genug soziale Ausgrenzung für die Kinder. Die meisten Jugendlichen ohne Schulabschluss stammen aus armen Familien. Kinderarmut ist meist bei kinderreichen Familien oder bei alleinerziehenden Müttern zu finden.

Die enorme Not, die auf den Kanarischen Inseln und besonders auf Teneriffa herrscht, kann man Tag für Tag an den Schlangen vor den sozialen Speisesälen und den Ausgabestellen für Lebensmittel ermessen. Die Situation hat sich in einer Weise verschlechtert, dass sich die Zahl der Bittsteller gegenüber dem Vorjahr verdreifacht hat. Doch sie benötigen nicht nur Lebensmittel sondern auch finanzielle Unterstützung um die Miete zu bezahlen, die Stromrechnung oder für dringend benötigte Medikamente. Hier sind meist die Sozialämter der Gemeinden die Anlaufstellen, aber auch Hilfsorganisationen, wie das Rote Kreuz oder die Caritas, die der Nachfrage längst nicht mehr Herr werden.

Das neue Profil der Armen

Noch vor einigen Monaten war das Profil eines Armen das eines Mannes zwischen 40 und 50 Jahren ohne Schulabschluss, ohne Beruf und daher ohne Arbeit. Doch inzwischen exis­tiert kein fes­tes Profil. Es gibt Junge und Alte, Männer und Frauen mit oder ohne Beruf, die um Hilfe bitten, weil sie ihre Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage verloren haben. Allein in Santa Cruz sind mehr als drei­tausend Familien registriert, in denen sämtliche Mitglieder ohne Arbeit sind und das Arbeitslosengeld erschöpft haben.

Die Zahl der Personen, die beim Sozialdienst der Stadt Santa Cruz dringende Hilfe beantragt haben, lag am 1. Oktober bei 15.196. Das sind bereits mehr, als im gesamten Jahr 2009 verzeichnet wurden. Man geht davon aus, dass sich die Aufwendungen im laufenden Jahr auf etwa 20 Millionen Euro belaufen werden, doppelt soviel wie im Jahr 2009, wo sich die Ausgaben auf 9,2 Millionen Euro beliefen. Allein in der Inselhauptstadt sind mehr als 25.000 Personen ohne Arbeit. Das entspricht einem Prozentsatz von rund 30%.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt. Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Über die Spende einer Residentin in Höhe von dreißig Euro haben wir uns sehr gefreut und bedanken uns recht herzlich dafür. Ein dickes Dankeschön auch der Deutschen Schule Puerto de la Cruz. Bei der Verlosung der Martinsgans, die alljährlich zum Sankt Martins-Tag stattfindet, kamen 150 Euro zusammen. Diesen Betrag stellte die Schulleitung unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ zur Verfügung.

Spenden unserer Aktion  an Hilfsorganisationen:

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (12/09) Euro 2.000

Servicio Social Adeje

(12/09) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (02/10) Euro 2.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (02/10) für die Anschaffung

eines Lieferwagens Euro 4.000

„La Mesa“ Neueröffnung in San Isidro/Granadilla (03/10)

Euro 1.300

Centro de Día Padre Laraña (04/10) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal Hijas de Caridad, Santa Cruz (05/10) Euro 2.500

Caritas Puerto de la Cruz (06/10) Euro 500

und (08/10) Euro 500

Sozialer Speisesaal San Pio X, Santa Cruz (09/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (11/10) Euro 2.500

Einladung an unsere Leser zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 0081 0403 34 0001185625

IBAN: ES14 0081 0403 34 0001185625

BIC: BSAB ESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: