Die Erweiterung von Los Rodeos ist vom Umweltaspekt aus möglich


© Moisés Pérez

Diverse Auflagen in Sachen Umweltschutz sind zu erfüllen

Das Erweiterungsprojekt für den Nordflughafen von Teneriffa ist, vom Umweltaspekt aus betrachtet, durchführbar. Das hat die Generaldirektion für den Kontaminations- und Klimaschutz kürzlich mitgeteilt. Die entsprechende Veröffentlichung erfolgte kürzlich im Staatsanzeiger.

„Mit diesem Schritt“, so die staatliche Flughafenverwaltung AENA, „ist der Startschuss für das Projekt gefallen. Nun können die Ausschreibungen beginnen“. Die Erweiterung der Plattform nach Osten sowie ein neuer Tower gehören zu den wichtigsten Punkten des Projektes. Außerdem sind der Bau einer Wasseraufbereitungsanlage, Verbesserungen auf der Rollbahn sowie an den Sicherungsanlagen am Ende der Start- und Landepiste vorgesehen.

In dem Bericht aus Madrid wird darauf hingewiesen, dass der Kontrollturm bis 2008 in Betrieb genommen werden muss. Auch werden verschiedene umweltstörende Faktoren aufgezeigt, die jedoch von untergeordneter Bedeutung sind und von dem Bauunternehmen im Verlauf der Arbeiten ausgeräumt werden können.

Überschüssiges Baumaterial und Abraum, die nicht recycelt werden können, müssen auf einer vom Cabildo zur Verfügung gestellten Deponie entsorgt werden. Das notwendige Erdreich für die Auffüllung der Plattform darf nur aus autorisierten Zonen abgebaut werden, wie beispielsweise im Gebiet von El Frenegal in Güímar. Bauschutt aus dem Abbruch von Gebäuden muss, wenn er nicht als Füllmaterial verwendet werden kann, auf offizielle Deponien transportiert werden. Und wo fruchtbarer Boden von der Flughafenerweiterung betroffen ist, muss dieser für die Verwendung in Plantagen abgetragen werden. Unmittelbar nach den Bauarbeiten hat eine Aufforstung und Bepflanzung zu erfolgen, um die Erosion des Bodens zu verhindern.

Flora und Fauna

In der Hauptsache sind zwar Gebiete mit Buschwerk betroffen, das nicht erhalten werden muss. Doch sollten sich dort katalogisierte Exemplare befinden, müssen sie umgepflanzt werden. Was die Vogelwelt betrifft, so sind ebenfalls Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Während der Brutzeit müssen Arbeiten mit großer Lärmentwicklung ausbleiben. Ebenso sind spezielle Zäune vorgesehen, um Vögel und Kleintiere zu schützen. Vor dem Beginn der Bauarbeiten werden Spezialisten das betroffene Gelände inspizieren, um die dort existierende Fauna zu studieren und Nester oder Höhlen zu sichern.

Akustische Belästigung

Die akustischen Studien des Erweiterungsprojektes haben ergeben, dass insbesondere während der Nachtstunden bestimmte Gebiete La Lagunas erhöhter Geräuschbelästigung ausgesetzt sein werden.

Das trifft besonders auf die Ortschaften Guamasa, El Portezuelo und La Laguna Stadt zu. Hier werden Korrekturmaßnahmen in Form von Schalldämmungen vorgeschrieben. Die Behörde weist darauf hin, dass diese Maßnahmen nur für Häuser übernommen werden, deren Baulizenz vor der offiziellen Genehmigung der Flughafenerweiterung erteilt worden sind.




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