Deutscher verkauft Teide-Sand über Ebay


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Dem Anbieter droht ein Bußgeld von bis zu 60.000 Euro

Die Tageszeitung El Día hat Anfang September das illegale Angebot einer Sandprobe publik gemacht, die angeblich aus dem Krater des Teide-Nationalparks stamme. Demnach habe ein deutscher Anbieter bei Ebay ein Beutelchen mit Sand zur Versteigerung angeboten – zu einem Startgebot von 1,11 Euro.

Laut der Angebotsbeschreibung stamme der Sand aus der Gegend vom Los Azulejos-Massiv im Nationalpark. Dazu wurde ein Foto des Teide gezeigt. Unklar ist, um welche Menge es sich genau handelte.

Rund vier Millionen Besucher kommen jährlich an den Fuß des Teide um die einzigartige Landschaft zu bestaunen. Seit Juni trägt der meistbesuchte Nationalpark Spaniens gar den Titel „Weltnaturerbe“ der Unesco. Um diese Landschaft möglichst unberührt zu lassen ist das Mitnehmen von jeglichem Gestein streng verboten. Die Parkverwaltung, die für solche Vergehen Strafen zwischen 6.000 und 60.000 Euro vorsieht, hat bei der Guardia Civil eine Untersuchung des Falls angeordnet. Die Spezialeinheit für Umweltdelikte Seprona muss nun versuchen, den Anbieter zu identifizieren und klären, ob die Sandprobe tatsächlich aus dem geschützten Gebiet stammt.

Währenddessen wurden weitere illegale Angebote bekannt. Carlos Silva, ein Biologe aus Teneriffa, erstattete Anzeige, nachdem er bei Ebay ein Angebot mit Lavagestein aus dem Krater des Teide entdeckt hatte. Der Biologe möchte damit ein Exempel statuieren und Bevölkerung und Touristen auf das strenge Verbot hinweisen, ihr individuelles „Souvenir“ vom Teide mitzunehmen.




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