Deutsche Fregatten besuchen Santa Cruz de Tenerife


© Bundeswehr/PIZ Marine

Der diesjährige Einsatz- und Ausbildungsverband der Deutschen Marine läuft mit den Fregatten „Sachsen“ und „Lübeck“ auch Teneriffa an

Am 20. Januar sind die Fregatten „Sachsen“ und „Lübeck“ der Deutschen Marine in Wilhelmshaven zu einer fünfmonatigen Reise des diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverbandes (EAV) ausgelaufen.

Wilhelmshaven – In der Nordsee trafen sie auf die dritte Einheit im Bunde, den Einsatzgruppenversorger (EGV) „Frankfurt am Main“ aus Kiel.

Auf dem etwa 25.000 Seemeilen (rund 46.000 Kilometer) langen Törn werden die Schiffe des EAV insgesamt 14 Häfen in zehn Ländern auf drei Kontinenten ansteuern, darunter auch Santa Cruz de Tenerife. Vom 26. Februar bis 1. März ist ein Aufenthalt im Hafen von Teneriffas Hauptstadt geplant.

Dem vom Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Jens Beckmann (47), geführten Verband ge­hören rund 600 Marinesoldatinnen und -soldaten an. Davon sind im Schnitt gut 70 Seekadetten (Offiziersanwärter), die jeweils an einem Drittel der Reise teilnehmen. Unter den insgesamt 221 Kadetten befinden sich auch 15 Angehörige ausländischer Marinen. Sie kommen aus Algerien, Benin, Georgien, Korea und Thailand.

„Der Verband wird jährlich zusammengestellt, um die eingeschifften Offiziersanwärter der Marine unter praxisgerechten Bedingungen auszubilden und zugleich internationale Beziehungen zu festigen,“ erläutert der „Hamburger Jong“ Beckmann, den es selbst vor über 28 Jahren zur Marine zog und der sich noch heute gut an seine eigene Kadettenzeit erinnert, bei einem Gespräch in Wilhelmshaven. Was praxisgerechte Ausbildung bedeutet und welches Potential in Schiffen wie der Luftverteidigungsfregatte „Sachsen“ und der Mehrzweckfregatte „Lübeck“ steckt, erfahren die künftigen Seeoffiziere auf dieser Reise. Noch bevor sie ihr erstes Ziel – Portsmouth – erreichten, versuchten Jagdbomber vom Typ Tornado, sie auf offener See zu stellen.

Solche Situationen müssen die künftigen Offiziere der Deutschen Marine routinemäßig professionell bewältigen können. Für die Stammbesatzungen der drei Schiffe sind diese Übungen ebenfalls wichtig. Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) ist aber – wie der Name deutlich sagt – nicht nur für die Ausbildung da, sondern eben auch ein Einsatzverband. Er kann bei Bedarf jederzeit zu einem militärischen Einsatz abgerufen werden.

Während des Aufenthaltes des EAV in Santa Cruz de Tenerife wird es natürlich das obligatorische Treffen mit Bürgermeister Miguel Zerolo, Cabildo-Präsident Melchior und anderen Persönlichkeiten der Insel geben. Der Konsul der Bundesrepublik Deutschland, Peter Christan Haucke, und der Honorarkonsul Ingo F. Pangels werden die Flottille begrüßen. Außerdem ist an Bord der „Lübeck“ am Abend des 26. Februar ein Cocktail für geladene Gäste vorgesehen. Am 28. Februar wird es von 16.00 bis 19.00 Uhr „Open Ship“ auf dem Einsatzgruppenversorger „FGS Frankfurt am Main“ geben. Leider wird es für die Besucher nicht möglich sein das Schiff auch von innen zu besichtigen, sondern es wird nur einen Rundgang am Oberdeck geben.

Von Teneriffa laufen die drei Schiffe anschließend an der afrikanischen Küste entlang um dann den Südatlantik in Richtung Brasilien – nächstes Ziel ist Salvador – zu überqueren. Erst am 13. Juni wird das EAV in Wilhelmshaven zu­rückerwartet.




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