Der Präsident des Roten Kreuzes: „Die Krise steigert die Solidarität“


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„Es wäre gut, wenn es uns nicht geben müsste“, erklärte der Präsident des Roten Kreuzes der Kanarischen Inseln, Gerardo Mesa Noda, als er den Jahresbericht seiner Institution für 2013, traditionell am Welttag des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes, vorlegte. Der Bericht zeigt den gleichen Aufwärtstrend seit der Beginn der Wirtschaftskrise: immer mehr Menschen ersuchen um Hilfe.

Das zwingt die Organisation dazu, nach neuen Quellen zu suchen, um ihre Hilfsaktionen zu finanzieren, denn die staatlichen Zuwendungen sind in den letzten Jahren um sage und schreibe zwei Drittel gekürzt worden. Trotzdem hat das Rote Kreuz auf dem Archipel mehr als 40.000 Personen in extremer Notlage geholfen.

„Die Solidarität der Canarios hat insbesondere in den letzten Jahren der Krise beachtlich zugenommen. Denn trotz der enormen Kürzungen der öffentlichen Mittel um rund 65 Prozent, konnte das Rote Kreuz die gestiegenen Anforderungen erfüllen und doppelt so viele Menschen unterstützen. Das war nur dank der Spenden von Unternehmen und Privatpersonen, Mitgliedsbeiträgen und freiwilligen Helfern möglich.“

Die Hilfsbereitschaft der Menschen hier auf den Inseln sei so groß, dass Personen, welche die Hilfe des Roten Kreuzes in Anspruch nehmen, dann ihrerseits als freiwillige Helfer mitarbeiten. Sie setzen sich für die Menschen ein, die sich in der gleichen Situation befinden wie sie selbst, lobte Gerardo Mesa Noda.

Bedauerlicherweise habe die Institution viele zahlende Mitglieder verloren, die selbst nicht mehr genug für ihren Lebensunterhalt haben. Doch es gab neue Beitritte, Mitglieder die ihren Beitrag freiwillig erhöht haben…, „und viele Menschen kaufen die Lose für die jährliche Gold-Lotterie de Roten Kreuzes nicht wegen eines möglichen Gewinns, sondern um die gute Sache zu unterstützen“, erklärte er erfreut.

Doch trotz des guten Willens der Canarios, in Krisensituation einzuspringen, ist für den Präsidenten ein Arbeitsplatz der einzige Weg aus der Krise.

Deshalb bietet seine Organisation Fortbildungskurse an, hilft bei der Anfertigung von Bewerbungsunterlagen, verhandelt mit Firmen über die Bereitstellung von Arbeitsstellen. „Nur so schützt man die Menschen vor der sozialen Ausgrenzung“, unterstrich er mehrfach.

Die Unterstützung bestehe aber nicht nur in der Versorgung mit dem Notwendigsten und Hilfe bei der Fortbildung. Die Mentalität der Menschen müsse verändert werden, damit sie solidarischer mit ihrem Nächsten sind. Und hier komme dann die Arbeit des Jugend-Roten Kreuzes ins Spiel. Dort werden Kinder ab acht Jahren aufgenommen, deren Geist noch frisch und unbelastet ist, um zu lernen. Die Kinder arbeiten in Gruppen und werden auf Probleme der Zukunft wie Drogen, Umweltschutz etc. vorbereitet.

Obwohl das Rote Kreuz als Organisation für sanitäre Notfälle ins Leben gerufen wurde, hat es viele andere Aufgaben übernommen, wie Seenot- und Verkehrsrettung, Blutbänke um nur einige Beispiele zu nennen. Inzwischen musste es jedoch seine Arbeit auf Aufgaben verlagern, welche die öffentlichen Institutionen nicht mehr wahrnehmen können.  So werden 35,5 % des Etats inzwischen für soziale Belange verwendet und nur noch 25% für die üblichen Aufgaben der Hilfsorganisation.

Ein Geburtstag mit Langzeitwirkung

Wie schon in unserer letzten Ausgabe erwähnt, hatten Bruni und Joerg Marschner aus Buenavista von ihren Geburtstagsgästen Spenden für unsere Hilfsaktion „Aus Geben wächst Segen“ erbeten und einige beachtliche Beträge sind auf unserem Konto eingegangen. Jetzt sind die beiden Geburtstagskinder in Deutschland und feiern dort mit den Freunden weiter, die ebenfalls um Spenden für die Wochenblatt-Aktion gebeten wurden. Und so haben wir noch weitere Überweisungen aus Deutschland erhalten, sodass bislang mehr als tausend Euro zusammen kamen. Ihnen allen vielen, vielen Dank.

Wir möchten uns bei allen netten Menschen bedanken, die uns eine Spende geschickt haben und bei den treuen Freunden, die unsere Aktion mit einer Patenschaft unterstützen.

Ricardo Melchior, der Expräsident des Cabildos von Teneriffa und Schirmherr unserer Spendenaktion, hat uns ganz herzlich zum erreichten Spendenrekord von 100.000 Euro gratuliert und seine Freude zu diesem großartigen Erfolg zum Ausdruck gebracht.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14) Euro 23.835

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13) Euro 2.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14) Euro 6.000

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zusammen Euro 8.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14) Euro 2.483,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13) Euro 1.800

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: