Den Anglern auf die Finger sehen


Polizei und Cabildo starten Kampagne, um Qualität und Legalität zu gewährleisten

Das Cabildo von Teneriffa hat über das Agrarressort in Zusammenarbeit mit der Guardia Civil eine Kampagne vorgestellt, mit der einer Forderung der Fischer nachgekommen wird. Diese beklagen sich nämlich schon seit längerem darüber, dass immer mehr Sportfischer und Angler ihnen ins Handwerk pfuschen und unerlaubterweise Fisch – zum Teil geschützte Arten – verkaufen. Diese Machenschaften sollen nun ein Ende haben.

Die Kampagne zur Kontrolle des Fischverkaufs auf der Insel wird in zwei Phasen durchgeführt, kündigten Cabildo- und Guardia-Civil-Sprecher an. Zunächst wird in den nächsten Wochen Informationsmaterial an Restaurants, Supermärkte, Fischgeschäfte und Verbraucherverbände verteilt werden, um den Gesetzesrahmen im Fischhandel zu definieren.

Strafen von 60 bis 300.000 Euro

Die zweite Phase der Kampagne wird von der Umweltpolizei der Guardia Civil, der Seprona, übernommen, deren Inspektoren für die Kontrollfunktion verantwortlich sein werden.

Wer sich außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt, z.B. Fische verkauft, deren Größe unter den Mindestwerten liegen, oder Fischarten in den Verkauf bringt, für die ein Angelverbot gilt (z.B. eine Langustenart aus El Hierro, die Napfschnecken – „Lapas“ – aus Lanzarote oder die berühmten Minifische „Gueldes“), riskieren Geldstrafen zwischen 60 und 300.000 Euro.

In einer Pressekonferenz teilte Guardia-Civil-Sprecher Antonio Teruel mit, dass die meisten festgestellten Gesetzesverstöße mit der Größe der in den Handel gebrachten Fische zusammenhängen. Immer wieder kommen Exemplare in den Verkauf, die „noch nicht reif“, sprich zu klein sind. Teruel rief die Bevölkerung zur Mitarbeit auf, indem sie nicht korrekt etikettierte Fischprodukte sowie Fische, deren Größe unter den Mindestwerten liegt und Arten für die ein Fischverbot gilt, zurückweisen.




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