Demo gegen Raumordnungsplan in Tacoronte


© Moisés Pérez

Über 2.000 aufgebrachte Bürger gingen auf die Straße

Ein beachtlicher Teil der Bürgerschaft von Tacoronte – fast 10 Prozent – hat das Kriegsbeil ausgegraben und öffentlich gegen den von der Stadtverwaltung ausgearbeiteten neuen Raumordnungsplan protestiert.

Über 2.000 Bürger (2.500 nach Auskunft der Veranstalter und 1.000 laut Angaben der Polizei) versammelten sich am 29. Oktober vor dem Rathaus, um ihre kategorische Ablehnung des neuen Plans zu bekräftigen, die sie zuvor bereits in Form von mehr als 200 Einwänden, die der Gemeinde vorliegen, vorgebracht hatten.

„Dies ist kein Bürgerprotest gegen ein konkretes Ziel des Raumordnungsplans, sondern ein Protest gegen das gesamte Dokument, das voll von Unregelmäßigkeiten, Ungereimtheiten, Willkürmaßnahmen und Widersprüchen ist, weshalb es einfacher ist, einen neuen Plan auszuarbeiten als den vorliegenden Entwurf zu korrigieren“, erklärte Cristian González, Sprecher der Bürgerbewegung.

Bürgermeister Hermógenes Pérez (CC) und seinem Team sind durch den zur Zeit öffentlich ausgelegten Plan ins Fadenkreuz geraten. Es heißt, dass noch nie zuvor eine so zahlreich besuchte Demonstration in der Gemeinde stattgefunden hat.

Der neue Raumordnungsplan gefährdet nach Auskunft der aufgebrachten Betroffenen zahlreiche Häuser und Wohnungen, an deren Stellen neue Straßen gebaut werden sollen. Dem Bürgermeister wird außerdem vorgeworfen, den Plan „hinter dem Rücken der Bürger“ ausgearbeitet zu haben.

Die Stadt hat nun angekündigt, dass der Zeitraum der öffentlichen Auslegung des Plans bis 7. Dezember verlängert wird und ließ wissen, dass Anregungen und Einwände jederzeit „willkommen“ sind.




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