Das Waisenhaus sagt Dankeschön


Zahlreiche Leser waren dem Spendenaufruf gefolgt

Obwohl die allgemeine Spendenfreudigkeit, wohl bedingt durch die wirtschaftlichen Probleme vieler Menschen, längst nicht mehr so groß ist wie in der Vergangenheit, hatte der Aufruf des Wochenblatts wieder viel Resonanz gefunden.

Wie in den Vorjahren bat die Redaktion die Leser, für die Weihnachtsbescherung im Waisenhaus von Puerto de la Cruz und im Heim für schwer behinderte Kinder in La Orotava zu spenden und war damit auf offene Ohren und offene Herzen gestoßen.

Für die Tagesstätte kamen 150 Euro zusammen. Für das Waisenhaus wurden insgesamt 345 Euro in der Redaktion abgegeben doch viele liebe Menschen gingen direkt zum Centro Matilde Tellez und gaben dort ihre Geschenke oder einen Umschlag mit einem Geldschein ab.

Eine Firma aus La Orotava schickte einen Weihnachtsgruß mit einem dicken Scheck von sage und schreibe tausend Euro. Aus dem Ausland gingen mehrere Überweisungen von je 50 Euro auf dem Bankkonto des Zentrums ein. Es wurden Spielzeug, Kinderkleidung und viele hübsch verpackten Weihnachtspäckchen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken abgegeben und sogar selbstgebackene Weihnachtsplätzchen brachte ein deutsches Ehepaar vorbei. Und seit des Spendenaufrufes im vorausgegangenen Jahr sendet ein unbekannter Wohltäter aus dem Süden Monat für Monat hundert Euro auf das Bankkonto des Centro Matilde Tellez. Und auch den Schwestern wurde ihr Wunsch an die Weisen aus dem Morgenland reich erfüllt – gleich zwei Microwellen sind geschenkt worden.

Sor Rosa, die Oberin und alle Schwestern des Zentrums sind gerührt über soviel Freundlichkeit und Mitgefühl und möchten sich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei allen lieben Menschen bedanken.

Einige Leser haben angerufen, weil sie den obligatorischen Bericht über die Weihnachtsfeier im Waisenhaus vermisst haben, den das Wochenblatt alljährlich veröffentlicht hat. Leider konnte in diesem Jahr keine offizielle Feier mit dem Besuch der Heiligen drei Könige stattfinden, vielmehr wurden die Kinder in familiärer Weise beschert, wie es in den spanischen Familien üblich ist.

In diesem Jahr, so berichtet Sor Rosa, sind sieben Kinder aus dem Heim entlassen worden, größere Kinder, die sozusagen die „tragenden Säulen“ des Krippenspiels waren. Zwei Geschwisterpaare wurden adoptiert, haben also wieder eine richtige Familie gefunden und drei Geschwister konnten wieder zu ihrer Mutter zurückkehren. So hat das Zentrum sieben neue kleine Kinder aufgenommen, zwischen 18 Monate und vier Jahre alt, die noch zu klein sind, um bei der Weihnachtsfeier eine Rolle zu übernehmen. Aber im kommenden Herbst wird wieder fleißig geübt für das Krippenspiel und die traditionellen kanarischen Weihnachtslieder.




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