Das Kasino von Playa de las Américas steht erneut zum Verkauf


© Moisés Pérez

Ein zweiter Anlauf

Inselpräsident Carlos Alonso hat im Gespräch mit der Tageszeitung Diario de Avisos bekannt gegeben, das Cabildo werde das Kasino von Playa de las Américas erneut zum Kauf anbieten.

Bereits im letzten Jahr hatte die Inselregierung versucht, das einzige gewinnbringende Kasino Teneriffas an den Mann zu bringen, jedoch vergeblich.

Wie Alonso mitteilte, werde die Inselregierung am ursprünglich genannten Kaufpreis von 20,8 Millionen Euro festhalten, jedoch Teilzahlung ermöglichen. So solle die eine Hälfte des Kaufpreises bei Übergabe, die andere Hälfte erst bei Ablauf und Erneuerung der zehnjährigen Konzession für den Spielbetrieb fällig werden. Vom Preis wolle man jedoch nicht abrücken. Ob das Cabildo auch weiterhin an den im vorigen Jahr aufgestellten weiteren Bedingungen festhalten wird, gab Alonso nicht bekannt.

So wurde beispielsweise dem potenziellen Käufer aufgebürdet, die komplette Belegschaft für mindestens zwei Jahre unter den geltenden tarifvertraglichen Bedingungen weiter zu beschäftigen sowie ein touristisches Projekt in Adeje, beispielsweise den Bau eines neuen Hotels oder die Renovierung eines bestehenden, durchzuführen. Wer das Kasino erwerben wollte, sollte darüber hinaus bei Neueinstellungen arbeitslose Einheimische oder Residenten bevorzugen und zwei Prozent der Einnahmen aus dem Glücksspiel einem Sozialwerk stiften. 

Drei Unternehmen zeigten Interesse an dem Geschäft, das dennoch nicht zum Abschluss kam. 

Ein Pächter für den Golfplatz

Hinsichtlich des Golfplatzes Buenavista gibt es dagegen Neuigkeiten. Der Golfplatz, der ebenfalls dem Cabildo gehört, jedoch nicht verkauft werden konnte, wird seit anderthalb Jahren zur Pacht angeboten. Damals erklärte Alonso, die Verpachtung des Platzes wäre an den Verkauf des anliegenden Hotels gebunden, Hotel und Golfplatz gäbe es nur als Paket.  

Nun gab der Inselpräsident bekannt, das lokale Unternehmen Isla Bella wolle das Hotel erwerben und den Golfplatz für 300.000 Euro pro Jahr pachten.

Seit Jahren bereits versucht das Cabildo, möglichst viele seiner Unternehmen zu veräußern.




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