Corona-Hilfen kommen nicht an

Verwaistes Einkaufszentrum in Playa de las Américas während des Lockdowns im April 2020 Foto: EFE

Verwaistes Einkaufszentrum in Playa de las Américas während des Lockdowns im April 2020 Foto: EFE

Der Unternehmerzirkel des Südens beklagt die verheerende Lage, in der sich Hunderte Betriebe befinden

Teneriffa – Diejenigen Unternehmen und Selbstständigen, deren Betrieb oder Tätigkeit durch die Corona-Vorschriften eingeschränkt wurde, haben die vor Monaten angekündigten Hilfen noch immer nicht erhalten. Dies beklagte Ende Januar der Unternehmerzirkel des Südens von Teneriffa (Círculo de Empresarios y Profesionales del Sur de Tenerife, CEST) und forderte die kanarische Regierung auf, die Hilfen so auszurichten, dass sie effektiv dazu beitragen, die drohende Schließung von Hunderten Unternehmen und die damit verbundenen Entlassungen Tausender Mitarbeiter abzuwenden.
„Entweder treffen die Hilfen ein, oder die Pleiten und Geschäftsaufgaben werden sich
in den nächsten Monaten beschleunigen, und es wird kein Zurück mehr geben“, mahnte der Vorsitzende des Unternehmerzirkels, Roberto Ucelay.
Die Firmen und Selbstständigen, die aufgrund der Einschränkungen und des touristischen Blackouts nunmehr seit Monaten ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder heruntergefahren haben, befänden sich in einer fatale Lage und benötigten dringend Hilfe, erklärte er weiter.

Hoffnung auf neues Maßnahmenpaket

Der CEST hofft, dass ein neues Maßnahmenpaket Lösungen für die dramatische Situation der betroffenen Unternehmer bringen wird. Ohne Hilfe haben sie seit dem 15. März 2020 und trotz der eingebrochenen Geschäftszahlen weiterhin Müllabfuhrgebühren, Grundsteuern, Gewerbesteuern, Mieten und zum Teil Sozialversicherungsbeiträge für ihre Angestellten leisten müssen.
Der Unternehmerzirkel ist der Ansicht, dass Gastronomie- und Freizeitbetriebe, Ausflugs­anbieter, Händler, Fitnesscenter und Freizeitparks schwerlich bis zur Wiederaufnahme des Tourismus im Sommer überleben werden, sofern sie nicht umgehend direkte Hilfen erhalten und steuerliche Maßnahmen ergriffen werden, um sie zu unterstützen.

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