Contiempo – die Kunst des Weinmachens auf den Kanarischen Inseln – Teil 2


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Im Interview mit dem technischen Leiter der Bodega „Arca de Vitis“ aus Güímar

Die Bodega Arca de Vitis auf Teneriffa gehört zur Herkunftsbezeichnung Valle de Güimar. Die Qualität der hier erzeugten Weine hat trotz ihrer kurzen Geschichte Weinexperten, Liebhaber und Konsumenten überzeugt.

Ihre Marke „Contiempo“ gilt als Synonym für Kultur und Avantgarde, Teil eines Projektes, in dessen Durchführung der Konsument eine bedeutende Rolle spielt. Jorge Zerolo, technischer Leiter der Bodega, erklärt uns die Geheimnisse dieses Prozesses und die Herausforderungen, denen sich seine Branche in der heutigen Zeit stellen muss.

Wochenblatt: Die Bodega ist nicht nur wegen der ausgezeichneten Weine bekannt, sondern nimmt auch an verschiedenen Veranstaltungen teil, z.B. treten Sie als Sponsor des Segelschiffs „Contiempo“ auf und fördern die Kultur im Teatro Güimera in Santa Cruz

Jorge Zerolo: Wein hat immer auch einen starken kulturellen Aspekt. Daher nutzen wir dieses Umfeld, um den Wein bekannt zu machen. Das Publikum, das an den verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teilnimmt ist offen für die Vorzüge guten Weins und sehen in ihm ein Lebensmittel mit besonders wichtigem kulturellem Hintergrund, besonders in der Geschichte Europas. Dennoch ist Wein nicht nur für besondere Feierlichkeiten vorbehalten, er sollte vielmehr als Ergänzung unserer täglichen Ernährung gesehen werden.

WB: Wein zu genießen muss gelernt sein…

J.Z.: Wenn der Wein korrekt serviert wird, im richtigen Glas und mit der passenden Temperatur, dazu in idealer Übereinstimmung mit den dazu servierten Speisen, erlernt man sehr einfach, ihn zu genießen.

WB: Ihre Erzeugnisse wurden schon mehrfach von kanarischen Spitzenköchen ausgewählt, um ihre Gerichte zu begleiten. Bei zahlreichen kulinarischen Ereignissen und Veranstaltungen sind ihre Erzeugnisse zugegen. Eine Anerkennung ihrer Arbeit…

J.Z.: Wir sind eine sehr junge Bodega. Unsere erste Ernte war 2003. Doch durch die verschiedenen Faktoren, die bei der Ausarbeitung unserer Weine eine Rolle spielen, sind Produkte entstanden, die von den kanarischen Köchen sehr dankbar angenommen werden. Das ist zweifellos eine große Ehre für uns.

WB: Wie kann man die internationale Anerkennung der  kanarischen Weine wiederherstellen?

J.Z.: Wir sind dabei. Es wird wieder mehr Malvasia angebaut und Rebsorten, die seit Mitte der 80er Jahre vernachlässigt wurden, werden für die neuen Kreationen wieder verwendet. Es gibt eine enorme Revolution in dieser Branche. Vor nicht langer Zeit konnte man kaum einen kanarischen Wein auf der Karte eines guten Restaurants finden. Heute ist es dagegen schwierig ein Lokal auszumachen, das auf die kanarischen Weine verzichtet. Doch es gibt noch viel zu tun. Die Gastronomie muss sich an dem Prozess beteiligen, kanarische Weine anbieten, erklären und schätzen lernen.  Die Formel, um die kanarischen Weine auf dem Markt zu etablieren, liegt auch im Anspruch an die Qualität. Das muss bei den Weinbauern beginnen, die keinesfalls eine Billigpreis-Politik zulassen dürfen.

WB: Haben die auswärtigen Weine den Kanarischen etwas voraus?

J.Z.: Die kanarischen Weine müssen sich nicht hinter denen vom Festland oder aus anderen europäischen Anbaugebieten verstecken. Wir haben hier ein unglaubliches Potential bezüglich Klima und Bodenbeschaffenheit, mit dem wir einmalige und unnachahmbare Weine schaffen. Die nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen das.

WB: Wo kann man die Weine von Contiempo finden?

J.Z.: In speziellen Weinhandlungen und Gourmetgeschäften oder in der Casa del Vino und im Corte Inglés. Sie können den Wein auch direkt bei uns in der Bodega kaufen oder über das Internet auf www.vinocontiempo.com bestellen. Geliefert wird kanarenweit bis an die Haustür.

WB: Vielen Dank für das interessante Gespräch.




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