Cándido Figueroa – mit siebzig ins Privatleben


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Der beliebte Hoteldirektor geht nach 46 Jahren in den verdienten Ruhestand

Eine hiesige Zeitung nannte ihn „den perfekten Gastgeber“, als sie über die berufliche Laufbahn von Cándido Figueroa und seinen Schritt in den verdienten Ruhestand berichtete und hat damit seine Persönlichkeit ziemlich genau beschrieben.

Am 31. März hatte er im Hotel Garoé in Puerto de la Cruz seinen letzten Arbeitstag absolviert und damit sein Berufsleben beendet, das ihn durch zahlreiche namhafte Hotels hier in Puerto de la Cruz, aber auch auf anderen Kanareninseln geführt hat.

In Puerto de la Cruz geboren, fand er seine erste Anstellung im Hotel Nopal in der Touristenstadt als Chef der Rezeption. Nur vier Monate später wechselte er ins Viersternehotel Atlantis, wo er zunächst die Rezeption leitete, aber im Laufe von 16 Jahren, in denen er viele Höhen und Tiefen des Tourismus der Kanaren erlebte, zahlreiche Aktivitäten an verantwortlicher Stelle ausführte und reiche Erfahrungen sammeln konnte. Dann, man schrieb das Jahr 1985, erfolgte der Sprung in das Fünfsternehotel Botánico, wo er den Posten des Sub-Direktors bekleidete. Nach einem „Zwischenspiel“ im Hotel Parque San Antonio, das ebenso wie das Botánico der SOL-Gruppe unterstand, kehrte Figueroa 1988 als Direktor in das Hotel Botánico zurück. 

Nationale und internationale Veranstaltungen fanden in dieser Zeit dort statt, wie die Weltkonferenz des Tourismus oder das Treffen der Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie ungezählte Fachkongresse. Viele prominente Persönlichkeiten ließen sich im Botánico verwöhnen, Königin Sofía, die dort sogar ihren Geburtstag feierte und andere Mitglieder des Königshauses, Königin Sirikit von Thailand, der Tenor Plácido Domingo, Minister, Präsidenten, Botschafter, Künstler und viele mehr.

Unvergesslich bleibt Cándido Figueroa mit Sicherheit der Aufenthalt der Pop-Ikone Michael Jackson, der mit seiner Begleitung auf Teneriffa Furore machte und die Weltpresse auf den Plan rief. Ihn musste er persönlich zu einem Schallplattenladen begleiten, wo für 70.000 Peseten Platten und T-Shirts eingekauft wurden.

In diesen Jahren wurden die Hotels, die Cándido Figueroa leitete, dank der Zufriedenheit und der positiven Kommentare der Gäste mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Dann zog es ihn auf eine andere Kanareninsel. Von 1997 bis 1999 übernahm er die Leitung des Viersternehotels Sol La Palma und danach das Gran Hotel Meliá Salinas auf Lanzarote, wo ebenfalls zahlreiche prominente Persönlichkeiten seine Gäste waren, wie der heutige König und damalige Kronprinz Felipe sowie eine große Zahl von Politikern und Künstlern und Stars aus der Welt des Films.

Dann kehrte er nach Teneriffa zurück und überwachte die Fertigstellung und Ausstattung des neuerbauten Hotels Garoé, das 2001 eröffnet wurde und das seine letzte Wirkungsstätte blieb, bis er jetzt ins Rentnerdasein wechselte.

In dieser Zeit wurde das Hotel mit sage und schreibe acht TUI-Hollys in Folge ausgezeichnet und sogar einmal zum Umwelt-Champion gekürt.

„Meinen Mitarbeitern habe ich immer wieder eingeschärft, dass alle Gäste wie Könige behandelt werden müssen, unabhängig von ihrem kulturellen oder sozialen Stand“, erklärte Cándido Figueroa beim Gespräch mit dem Wochenblatt.

Zahlreiche Dankschreiben und Glückwünsche hat Cádido Figueroa von Stammgästen, von Sandra Rodríguez, der Bürgermeisterin von Puerto de la Cruz, aber auch von Unternehmen, wie der TUI, von Riu Hotels oder Meliá Hoteles International erhalten, mit denen er viele Jahre zusammengearbeitet hat.

Carmen Riu Güell, die Vorstandsvorsitzende von Riu Hotels & Resorts hat wohl den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen, als sie Cándido Figueroa den „Null-Reklamations-Direktor“ ihres Unternehmens nannte, den Spitzenreiter bei den Ergebnissen der Gästezufriedenheit und damit seine Persönlichkeit und Professionalität recht genau beschrieben.

Jetzt will er sich seiner Familie und seinen Enkeln widmen, für die er bislang nur sehr wenig Zeit hatte, weil „sein“ Hotel immer das Wichtigste für ihn war.




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