Café y Calor – Kaffee und Wärme


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Wochenblatt-Leser helfen

Junge Menschen, die von ihren Eltern nicht mehr versorgt werden können; Männer, die ihre Arbeit, ihr Heim und die Familie verloren haben. Sie sind das neue Profil der Personen, welche dank des Programms Café y Calor der Caritas eine Zuflucht für die Nacht finden.

Juan Carlos, 43 Jahre alt, verlor zuerst seine Arbeit als Taxifahrer, dann seine Lizenz und schließlich die Familie. Eine Zeit lang schlief er auf der Straße, bis er das Programm Café y Calor entdeckte.

Isornam, 45, stammt aus Angola. Er kam vor dreizehn Jahren auf die Insel. Hier wollte er schreiben und ein Buch herausgeben. Doch er landete als Arbeiter auf dem Bau und konnte mit dem Verdienst Frau und Kinder ernähren, bis er seine Arbeit verlor und die Familie ihn verließ. Er hat eine Vielzahl von sozialen Speisesälen und Obdachlosenherbergen kennen gelernt und darüber ein Buch geschrieben, das er gerne veröffentlichen möchte. Jetzt ist Café y Calor vorübergehend sein Heim und der Ersatz für seine Familie.

„Doch das ist nicht das Profil der Benutzer unseres Hilfsprogramms. Viele junge Menschen kommen hierher, weil sich die Situation ihrer Eltern so sehr verschlechtert hat, dass sie dort nicht mehr bleiben können, und sie sich ihr Essen und das Dach über dem Kopf anderswo suchen müssen“, erklärt Fernando Rojas, der Koordinator dieses Projektes der Caritas. „Jetzt haben wir hier nicht mehr nur die Personen über fünfzig, sondern auch sehr viele junge Leute. Zu diesen Personen, die vom Leben plötzlich und unerwartet ins „Aus“ gestoßen wurden, kommen diejenige hinzu, die bereits ausgegrenzt waren und durch die Krise in eine noch weitaus schwierigere Situation geraten sind“, fügt der Mitarbeiter der Caritas hinzu.

Für diese Menschen haben einige soziale Einrichtungen Hilfsprogramme eingeführt um den dringendsten Bedürfnissen gerecht zu werden. Dazu gehört Café y Calor, ein Projekt der Caritas, welches Menschen, die auf der Straße leben, ein Bett, ein warmes Essen und die Möglichkeit zur Körperpflege bietet.

Die Räumlichkeiten befinden sich in der Calle Bélgica in Santa Cruz und bieten etwa 25 Personen eine Schlafmöglichkeit für die Nacht. Gegen 20 Uhr wird die Tür geöffnet und morgens um acht Uhr müssen die Besucher die Anlage wieder verlassen. Bei ihrer Ankunft erhalten sie ein Handtuch und Duschgel und während sie sich, einer nach dem anderen in den beiden Badezimmern des Hauses duschen oder waschen, werden im Aufenthaltsraum von freiwilligen Helfern eine deftige Suppe, Brot und etwas Obst bereitgestellt. Gegen 21 Uhr wird das Abendessen ausgegeben, oftmals die einzige Mahlzeit des Tages für die Besucher. Vor dem Fernseher oder in einem kleinen Patio mit Blick auf die Avenida Bélgica verbringen sie den Rest des Abends, bis sie ihre Schlafplätze belegen und um 23 Uhr das Licht ausgeht. Die Matratzen der Stockwerkbetten sind dünn und nicht besonders bequem, aber mit frischer Wäsche bezogen. Am Morgen gibt es ein einfaches Frühstück mit heißem Kaffee, dann geht es wieder auf die Straße. Oft werden die Besucher auch noch mit gebrauchter Kleidung versorgt, die aus Spendenaktionen stammen.

Café y Calor ist ein sogenanntes Basisprojekt der Caritas und der Aufenthalt bzw. die Teilnahme ist zeitlich beschränkt. Nach drei bis vier Monaten müssen die Plätze für neue Besucher freigemacht werden. Noch im vergangenen Jahr konnte die Caritas diesen Menschen Projekte für Wiedereingliederung, Fortbildung und Suche von Arbeitsplätzen anbieten. Doch seit die staatlichen Zuwendungen für Sozialleistungen aufgrund der Sparprogramme fast komplett gestrichen wurden, können derartige Projekte nicht mehr durchgeführt werden.

Dank unserer Spendenaktion „Aus Geben wird Segen“ können wir immer wieder kleine Hilfsgruppen unterstützen, die unter dem Zeichen der Caritas soziale Speisesäle betreiben, notleidende Familien betreuen und sie mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung versorgen. Deshalb bitten wir unsere Leser und Freunde ganz herzlich, uns weiterhin mit ihren Spenden zu unterstützen, damit wir „an der richtigen Stelle“ helfen können. Vielen Dank im Voraus.

An dieser Stelle unser herzliches Dankeschön an Frau Erika Rieksmeier für die Überweisung auf unser Spendenkonto sowie an alle lieben Menschen, die eine Patenschaft übernommen haben und uns monatlich einen festen Betrag überweisen.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13) Euro 18.069,19

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13) Euro 7.660

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13) Euro 2.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“, La Laguna (05/12, 12/12) Euro 3.500

Gemeinde-Hilfsstellen in Puerto de la Cruz: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12) zusammen Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13) Euro 1.019,03

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung, (3/13) zusammen Euro 2.000

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13) Euro 1.000

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: