Cabildo tritt ins Fettnäpfchen


Landwirtschaftsamt hebt Jagdfreigabe für wilde Hunde schleunigst auf

Zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Cabildo-Hundeheims in Fasnia und der Verleihung des Tierschutzpreises von „aktion tier menschen für tiere e.v.“ an die Gemeinde Arona herrschte helle Aufregung unter Tierschützern über eine Verordnung des Cabildos, derzufolge das Töten wilder Hunde mit einem Jagdgewehr im Einzugsgebiet der Gemeinde Arona erlaubt wurde.

Die Verordnung war zwar bereits im Oktober 2012 in Kraft getreten, wurde jedoch letztlich nie umgesetzt. Ein Rudel von zehn bis vierzehn wilden Hunden unterschiedlicher Rassen, das von der Gemeinde Arona seit dem letzten Sommer mit Sorge beobachtet wurde, hatte das Amt für Landwirtschaft des Cabildos zu der drastischen Maßnahme veranlasst. Laut einer offiziellen Stellungnahme der Leiterin des Landwirtschaftsamtes, Ana Lupe Mora, waren die Hunde zu einer Bedrohung der Bevölkerung geworden. Die Tiere zeigten sich aggressiv und angriffslustig und hätten bereits Menschen verletzt. Sämtliche Versuche, die Hunde einzufangen, seien fehlgeschlagen, da die Tiere sehr scheu seien. Auch in Ködern versteckte Betäubungsmittel hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht (wenngleich in der Stellungnahme an anderer Stelle erwähnt wird, dass die Hunde von Touristen gefüttert werden). Deshalb habe das Cabildo beschlossen, die Tötung der Tiere mit Jagdgewehren zu genehmigen.

Das Bekanntwerden der Maßnahme löste eine derartige Protestwelle aus, dass das Landwirtschaftsamt des Cabildos umgehend die Verordnung vom 3. Oktober 2012 aufhob. Parallel dazu wurde in einer Stellungnahme versichert, dass zu keinem Zeitpunkt Waffen gegen Hunde eingesetzt wurden und diese Verordnung lediglich für außerordentliche Situationen vorgesehen war, in denen Menschenleben gefährdet sind.




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