Cabildo setzt weiter auf erneuerbare Energien

Nächstes Jahr soll auf dem Wasserbecken San Antonio die erste schwimmende Fotovoltaikanlage der Kanaren in Betrieb genommen werden. Foto: Moisés Pérez

Nächstes Jahr soll auf dem Wasserbecken San Antonio die erste schwimmende Fotovoltaikanlage der Kanaren in Betrieb genommen werden. Foto: Moisés Pérez

Schwimmende Fotovoltaikanlage und Wasseraufbereitung

Teneriffa – Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt und auf einem Archipel ist die Situation umso schwieriger. In einer ­Pressekonferenz kündigte der Präsident Pedro Martín an, dass das Cabildo nun über das öffentliche Bewässerungsunternehmen „Balten“ 1,5 Millionen Euro in Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien investieren wird. Diese Maßnahmen sind Teil des Plans von Balten zur Energiewende, der zwei große Aktionen umfasst: Ein Pilotprojekt zur ­Installation von schwimmenden Fotovoltaikanlagen und ein ­Projekt zur Installation von ­Fotovoltaikanlagen in acht Einrichtungen des Unternehmens.

Der Ressortchef für Landwirtschaft, Viehzucht und ­Fischerei, Javier Parrilla, war bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesend. Er erläuterte, dass das Projekt zur Errichtung von Fotovoltaikanlagen in zwei ­Phasen unterteilt wird. Die erste Phase wird dieses Jahr ­umgesetzt, umfasst eine ­Investition von 888.958 Euro und eine ­geschätzte jährliche Energiekosteneinsparung von 171.383 Euro. Diese Phase wird dazu beitragen, den CO2-Ausstoß in die Atmosphäre um 399.431 ­Kilogramm zu verringern. Die zweite Phase wird nächstes Jahr durchgeführt. Die Investition beträgt 495.000 Euro und wird eine geschätzte jährliche Energieeinsparung von 93.650 Euro mit sich bringen. Die Geschäftsführerin von Balten, Ana Sánchez Espada, wies bei der Pressekonferenz ihrerseits auf das Pilotprojekt zur Installation von schwimmenden Fotovoltaikanlagen im Wasserbecken San Antonio in La Matanza, hin, in das 160.000 Euro investiert werden sollen. Espada erläuterte, dass die schwimmenden Anlagen die Verdunstung um bis zu 33% reduzieren, 10% mehr Energie erzeugen und die Bauarbeiten und den Wartungsaufwand ebenso reduzieren.

Der Cabildo-Präsident Martín erklärte, dass „Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei strategische Sektoren sind, die gefördert und gestärkt werden müssen“. Aus diesem Grund werde der Preis für Wasser für die Bewässerung der Felder trotz des enormen Kostenanstiegs nicht erhöht. Martín ­berichtete, dass die Wasserbecken der Insel zu 60% gefüllt sind, der zweitbeste Wert der letzten zehn Jahre. Der Inselpräsident betonte, dass die Wasserbecken, trotz der trockenen Wetterlage, weiterhin gute Werte aufweisen. Er wies darauf hin, dass diese hohen Pegelstände auf den Anstoß zurückzuführen sind, den das Cabildo der Wasseraufbereitung gibt. Von den mehr als 19 Millionen Kubikmetern des in 2020 ­gelieferten Wassers handelte es sich bei 10,5 Millionen Kubikmetern um aufbereitetes Wasser.

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