Cabildo plant Entgelt für Serviceleistungen im Teide-Nationalpark


© Turismo de Tenerife

Nur für Nichtresidenten

Das Cabildo hat angekündigt, im kommenden Jahr für die Serviceleistungen im Teide-Nationalpark von Nichtresidenten ein Entgelt zu verlangen.

Der Vorschlag wurde allgemein gut aufgenommen.

Bereits des Öfteren wurde über die Einführung einer Nationalparkgebühr diskutiert, also den kostenpflichtigen Eintritt in einen der kanarischen Nationalparks. Doch diese Forderungen verliefen stets im Sande.

Nun wird nach einem entsprechenden Antragsverfahren und dem positiven Bescheid seitens der Regionalregierung am 1. Januar 2016 die Inselregierung Teneriffas als erstes Cabildo die Leitung und Verwaltung eines Nationalparks übernehmen. 

Dieser Tage kündigte José Antonio Valbuena, Inselbeauftragter für Nachhaltigkeit, im Gespräch mit einer Inselzeitung als eine der ersten Maßnahmen der neuen Parkverwaltung die Einführung eines Entgeltes für die Serviceleistungen im Teide-Nationalpark an, welche die Nichtresidenten, also die Urlauber, zu zahlen haben. Die Einnahmen sollen allein dem Erhalt des Parks und der Verbesserung der Dienstleistungen zugute kommen. Als in Zukunft für Nichtresidenten kostenpflichtige Serviceleistungen führte Valbuena die Parkplätze oder die Führungen an. 

Weiterhin erwägt Valbuena, die von Privatunternehmen angebotenen Ausflüge in die Cañadas und zum Teide stärker zu regulieren, eventuell sogar im Rahmen eines Vergabeverfahrens bestimmten Unternehmen zuzuweisen.

Unterm Strich geht es dem Cabildo darum, dass die Nichtresidenten, also die Urlauber, zum Erhalt des Teide-Nationalparks beitragen. 

Für das Service-Entgelt

Entsprechende Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, fielen jedoch durchweg positiv aus. 

Jorge Marichal, Präsident des Hotelverbandes Ashotel, begrüßte gegenüber einer Inselzeitung die Erhebung eines „angemessenen“ Entgelts für Führungen, schließlich handele es sich dabei um einen „Mehrwert“ für den Urlauber. Die kostenpflichtige Nutzung der Parkplätze lehnte er ab, schließlich müsse der Tourist bei seinem Teneriffa-Urlaub bereits ausreichend touristische Abgaben leisten. 

La Orotavas Bürgermeister Francisco Linares, der seinerzeit sogar eine Eintrittsgebühr für den Park verlangt hatte, sprach sich, wie erwartet, für die Bezahlung der Serviceleistungen aus, solange die Erträge dem Schutz des Teide-Nationalparks zugute kämen. 

Valerio del Rosario, Präsident der Vereinigung des Aktivtourismus Activa Tenerife, bezeichnete die Kostenpflichtigkeit von öffentlichen Führungen ebenfalls als positiv und als Unterbindung „unlauteren Wettbewerbs“.




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