Cabildo ermöglicht Spenden durch die Landwirtschaft

Statt nicht verkaufte Früchte zu entsorgen, sollen sie bedürftigen Personen und Familien zu Gute kommen. Foto: Cabildo de Tenerife

Statt nicht verkaufte Früchte zu entsorgen, sollen sie bedürftigen Personen und Familien zu Gute kommen. Foto: Cabildo de Tenerife

Die Behörde stellt den Kontakt zwischen den Bauern und den Tafeln und Lebensmittelausgaben her

Teneriffa – Im Rahmen des Programms „Tenerife Isla Solidaria“ fördert die Inselverwaltung die Spende von landwirtschaftlichen Überschüssen an gemeinnützige Organisationen, die Lebensmittelausgabestellen und Tafeln für Bedürftige betreiben. Unter dem Motto #AgriculturaConsciente (bewusste Landwirtschaft) wird im Verlauf der kommenden Wochen eine Informationskampagne im landwirtschaftlichen Sektor durchgeführt, die zur Spende derjenigen Produkte aufruft, die nicht verkauft werden konnten, aber für den Verzehr noch geeignet sind. Die Mitarbeiter von „Tenerife Isla Solidaria“ und der Landwirtschaftsbüros des Cabildos stellen den Kontakt zwischen den Bauern und den gemeinnützigen Organisationen her. Letztere holen dann die frischen Lebensmittel bei den Landwirten ab.
Die Bauern haben wegen des Ausbleibens des Tourismus mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen und mussten in den letzten Monaten immer wieder Überschüsse vernichten. Damit die Lebensmittel nicht mehr verschwendet werden, wurde die Initiative des Cabildos gestartet. Auf diese Weise haben zumindest die Not leidenden Teile der Bevölkerung etwas davon, denn hochwertiges frisches Obst und Gemüse ist kaum unter den üblichen Lebensmittelzuwendungen der Lebensmittelbanken und Supermärkte, da haltbare Lebensmittel leichter gesammelt und gelagert werden können als frische.

Auch zuvor schon haben Landwirte ihre Überschüsse an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, doch geschah dies nur gelegentlich. Nun wird durch das Cabildo eine Vernetzung zwischen den Produzenten und den Tafeln aufgebaut, die es zum Ziel hat, die Vernichtung von frischen Lebensmitteln zu reduzieren.
Der Inselrat für Bürgerbeteiligung, Nauzet Gugliotta, ruft die Landwirte zur Solidarität auf: „Es kommt nicht darauf an, wie viel man spendet. Jeder Beitrag zählt.“
Zurzeit sind 69 Tafeln und Lebensmittelausgaben der Initiative „Tenerife Isla Solidaria“ angeschlossen.

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