Cabildo ermöglicht die Fortsetzung der Bauarbeiten am Inselring


Das Teilstück zwischen Santiago del Teide und Tejina soll, wenn alles nach Plan verläuft, bereits Mitte Januar für den Verkehr freigegeben werden

Der Inselrat und die Kanarische Regierung unterzeichneten kürzlich ein Kooperationsabkommen, nach dem das Cabildo einen Betrag von 4 Millionen Euro beisteuern wird, um im Januar einen Streckenabschnitt des Inselringes früher als erwartet in Betrieb nehmen zu können.

Hierbei handelt es sich um den Straßenabschnitt zwischen Santiago del Teide und  Tejina de Guía. Die Inselregierung würde dieses Teilstück gerne vor dem 15. Januar einweihen. Dieses Vorhaben ist allerdings davon abhängig, dass mindestens eine Röhre des Tunnels „El Bicho” zu diesem Zeitpunkt in Betrieb genommen werden kann.

José Luis Delgado, der zuständige Ressortchef des Cabildos für den Straßenbau, bemerkte hierzu, dass die Kanarische Regierung die Anordnung  für die Fortsetzung der Bauarbeiten noch nicht gegeben hat  und somit das Kooperationsabkommen gefährdet sei. Die Inbetriebnahme von nur einer Röhre des Tunnels muss außerdem vom Straßendirektor der Kanarischen Regierung genehmigt werden, und dies könnte ein weiteres Hindernis für die geplante kurzfristige Inbetriebnahme des Straßenabschnittes bedeuten.

In Anbetracht dieser Unannehmlichkeiten haben das Cabildo und die Kanarische Regierung das Abkommen vor einigen Tagen ändern müssen. „Im Falle, dass nicht nur ein Tunnel in Betrieb genommen werden kann, wird der Streckenabschnitt zwischen Santiago del Teide und Tejina de Guia sowie beide Tunnel spätestens Ende März für den Verkehr geöffnet.

Wann auch immer der erste Abschnitt der neuen Umgehungsstraße eingeweiht wird, sei es im Januar oder im März, muss die Wegstrecke bis zur Gemeinde Adeje auch noch fertiggestellt werden. Dieser Straßenabschnitt mit dem Viadukt, „Viaducto de Vicaro”, ist eine der Ursachen für die Verzögerung der Fertigstellung der Umgehungsstraße. Die Einzelteile des Viadukts wurden in Italien hergestellt und befinden sich bereits auf der Insel. In den nächsten Monaten werden die Bauteile in den Süden transportiert und zusammengebaut.

Falls es zu keinem weiteren finanziellen oder technischen Verzögerungen  kommt, wird der letzte Straßenabschnitt des „Anillo Insular” im Juni in Betrieb genommen. Der Cabildo-Präsident Carlos Alonso erklärte nachdrücklich, dass der finanzielle Beitrag zu diesem Projekt aus dem insulärem Kontingenzfonds kommt, um die Kürzung von 600.000 Euro des Infrastruktur-Budgets durch die Zentralregierung zu kompensieren.

Wenn der Inselring fertigestellt ist, wird die Fahrtzeit von Los Realejos bis Adeje nur noch 50 Minuten betragen. „Bezüglich der Rückerstattung der vier Millionen Euro durch die Kanarische Regierung wurde kein bestimmter Termin festgelegt”, erklärt Alonso. Zurzeit werden diese Gelder für die Arbeiten an dem Tunnel von Erjos verwendet, die der Verkürzung der Wegstrecke zwischen El Tanque und Santiago del Teide dienen.

José Luis Delgado, Ressortchef für Infrastrukturen des Cabildos, hob hervor, dass diese neue Straße täglich von 11.000 Fahrzeugen benutzt werden wird und übte harsche Kritik daran, daß alle diese Projekte von der Kanarischen Regierung finanziert werden, obwohl es sich eigentlich um einen Verantwortungsbereich der Zentralregierung handelt:

„Tatsächlich zeigt die Zentralverwaltung des Staates keinerlei Interesse am Bau des Inselringes.”




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