Busfahren verteuert sich


© Moisés Pérez

TITSA erhöht Fahrpreise um 10% und führt Flughafenzuschlag ein

Teneriffas öffentliches Busunternehmen TITSA setzt seit dem 28. Juli die angekündigte Tariferhöhung um.

Die allgemeine Fahrpreiserhöhung wurde von der Inselregierung, die Eigentümerin des Unternehmens ist, mit der Notwendigkeit gerechtfertigt, dass die Differenz zwischen den realen Kosten des Busservices und der von den Nutzern gezahlten Fahrpreise ausgeglichen werden müsse. Ausschlaggebend waren die Erhöhung der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC von fünf auf sieben Prozent und die gestiegenen Spritpreise.

Die Fahrkartenpreise im öffentlichen Busverkehr auf Teneriffa wurden im Schnitt um zehn Prozent angehoben. Hinzu kommt die Einführung eines sogenannten Flughafenzuschlags, der je nach zurückgelegter Strecke einen oder zwei Euro pro Fahrgast beträgt. Seit 28. Juli zahlen Fahrgäste, die an einem der beiden Inselflughäfen aus- oder zusteigen, einen Euro Zuschlag, wenn die zurückzulegende Strecke 33 Kilometer oder kürzer ist, zwei Euro, wenn die Strecke länger als 33 Kilometer ist.

Bonos haben auf touristischen Linien zum Teide keine Gültigkeit mehr

Des Weiteren gilt neuerdings für die Linien 342 und 348, die vom Süden beziehungsweise Norden in den Teide-Nationalpark fahren, nur noch Barzahlung des Fahrpreises. Bislang konnten die Mehrfahrtenkarten (Bonos) auch auf diesen Strecken benutzt werden, was seit 28. Juli 2012 nicht mehr der Fall ist. TITSA weist ausdrücklich darauf hin, dass für diese Linien nur noch der reguläre Fahrpreis gültig ist.

Preisbeispiele: Eine Fahrkarte von La Orotava bis zum Parador mit Linie 348 kostet jetzt 5,00 Euro, von Los Cristianos aus mit der Linie 342 kostet die Fahrt 5,20 Euro.

Der Leiter des Inselamtes für Mobilität, Manuel Ortega, gab gegenüber einer Lokalzeitung zu, dass vor allem die Urlauber von diesen Neuerungen betroffen sein werden und erinnerte daran, dass es an vielen Orten Zuschläge für Fughafentransporte gibt.

Fahrgastverlust zwischen 1 und 5% wird in Kauf genommen

Das Cabildo hat untersuchen lassen, inwieweit sich die Preiserhöhung auf die Fahrgastzahl auswirken wird. Das Ergebnis der Untersuchung, so Manuel Ortega, habe gezeigt, dass der Fahrgastverlust zwischen einem und maximal fünf Prozent liegen werde. Dafür verspricht sich das Unternehmen durch die Neuerungen und die Preisanhebung zusätzliche Einnahmen von rund drei Millionen Euro.




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