Bürger fordern eine Zukunft für das Balneario


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Eine Bürgervereinigung sammelt Unterschriften

Eine Bürgervereinigung und die Podemos-Partei im Regionalparlament wollen den endgültigen Verfall des ehemaligen Kurbades von Santa Cruz, auf der Insel bekannt als „El Balneario“, verhindern und dem ehemaligen Freizeittreffpunkt zu einer Zukunft verhelfen.

In diesem Sinne wurden am 1. und am 11. Februar vor dem Kurbad an der Straße nach San Andrés und auf der Plaza de Candelaria Unterschriften gesammelt. Zeitgleich wurde auf der Plattform Change.org eine entsprechende Aktion ins Leben gerufen. Ángel López, Sprecher der Interessenplattform Balneario, erklärte, man wolle die Regionalregierung dazu bewegen, das Kurbad instand zu setzen und als Freizeitanlage wieder zu eröffnen. 

Die Resonanz war bedeutend. Viele Bürger der Stadt, bewegt durch ihre Kindheits- und Jugenderlebnisse im Kurbad – einstiger Freizeittreffpunkt zum Ausspannen, Baden oder zur sportlichen Betätigung insbesondere der sozial schwächeren Familien – folgten dem Aufruf.

Laut López seien sogar Familienmitglieder des ehemaligen Direktors oder frühere Nutzer mit alten Fotos gekommen, um die Aktion zu unterstützen. So kamen innerhalb kürzester Zeit über 2.000 Unterschriften zusammen. 

Kurz darauf erkundigte sich die Podemos-Abgeordnete im Regionalparlament, Asunción Delgado, nach den Zukunftsplänen der Regionalregierung für das „historische Gebäude“. Sie stellte in den Raum, warum bisher niemand auf die Idee gekommen sei, entsprechende Hilfen bei der Europäischen Union zu beantragen. 

Rosa Dávila, Leiterin des Finanzressorts, versicherte, sie selbst würde gerne ihre Unterschrift für das Vorhaben abgeben, gab jedoch keine Absichtserklärung bezüglich der Er-

stellung eines konkreten Projektes, Zeitpunkt oder Kosten ab. 

Derweil wurde bekannt, dass die Gemeinde ein Gesundheitszentrum im alten Balneario unterbringen würde. Ein lokaler Architekt dagegen unterbreitete den Vorschlag, hier ein Thalassozentrum zu schaffen.




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