Britische Touristin stirbt nach Sturz aus dem zwölften Stock


Drama in der Ferienanlage Paraíso del Sur in Adeje

In Adeje wurde ein 33-jähriger Brite festgenommen, der unter dem Verdacht steht, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Die 25-jährige Mutter einer fünfjährigen Tochter überlebte am 3. Juni den Sturz aus dem zwölften Stock der Apartmentanlage Paraíso del Sur in Adeje nicht.

Das Paar verbrachte seit Ende Mai zusammen mit dem fünfjährigen Kind und dem Vater des Verhafteten mit seiner Lebensgefährtin einen Urlaub im Süden Teneriffas. Am Abend des Unglücks zeichneten die Sicherheitskameras der Ferienanlage nach Mitternacht auf, wie der Mann nach einer heftigen Diskussion seine Frau ins Gesicht schlug und mit Fußtritten traktierte. Die Kameraaufzeichnungen entstanden um 2.00 Uhr. Gegen 2.20 Uhr war dann laut Zeugen ein dumpfer Aufprall zu hören, und kurze Zeit später suchte der Mann einen Sicherheitsbeamten der Anlage auf und erklärte ihm, seine Partnerin sei vom Balkon gestürzt. 

Die junge Frau lag mit zahlreichen Knochenbrüchen tot in der Gartenanlage des Ferienresorts. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.

Die Polizei nahm zunächst den Lebensgefährten in Untersuchungshaft und vernahm dessen Vater und seine Lebensgefährtin. Letztere gab laut Medienberichten an, sie sei zum Zeitpunkt des Unglücks im Bad des Apartments gewesen, habe aber nichts davon mitbekommen.

Selbstmord oder Tötung?

Die Guardia Civil ermittelt nun, ob es sich um einen Selbstmord handelt oder ob der Ehemann die Frau vom Balkon gestoßen hat. „The Telegraph“ berichtete unter Berufung auf Polizei-nahe Quellen, der Mann habe ausgesagt, zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im selben Zimmer gewesen zu sein. Vorerst wird gegen ihn in jedem Falle wegen häuslicher Gewalt ermittelt.




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