Bodenschutzmaßnahmen auf Hochtouren


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In den vom Feuer betroffenen Waldgebieten wird unermüdlich gearbeitet, um Oberflächen­erosion bei den ersten heftigen Niederschlägen vorzubeugen

Zweihundert Mann stark ist der Arbeitstrupp des Cabildos, der in verschiedenen Einheiten in den Wäldern Teneriffas unterwegs ist, um den Boden vor Erosion zu schützen. Die Wald­brände im Sommer dieses Jahres haben für ein stark erhöhtes Erosionsrisiko gesorgt, dem nun vorgebeugt wird.

Wie der Cabildobeauftragte für Umweltangelegenheiten, Wladimiro Rodríguez, mitteilte, sind die Arbeiter in erster Linie damit beschäftigt, die betroffenen Gebiete zu säubern bzw. durch gebündelte Zweige und Sträucher an bestimmten Stellen Barrieren zu errichten, damit bei Regen das Gelände nicht abrutscht. An besonders steilen Stellen wurden Stämme gefällt und liegend zu Barrieren gebündelt.

„Wir haben über 200 Arbeiter, die in 30 Trupps aufgeteilt  zwischen Los Realejos und Buenavista del Norte im Einsatz sind. Auch von der kanarischen Regierung wurden Arbeitstrupps gestellt, die vor allem zur Säuberung der Barrancos eingesetzt werden“, erklärte Wladimiro Rodríguez. Au­ßerdem werde an den Forstwegen gearbeitet, die durch Abflusskanäle für das Regenwasser vor der Erosion geschützt werden sollen.

Endlich Geld

Die kanarische Regierung hat über das Sozialamt nun knapp eine Million Euro an die von den Waldbränden im Juli und August direkt betroffenen Personen ausgezahlt, teilt das Amt in einer Pressemitteilung mit. Die Subventionen sind an 124 Familien gegangen, die aufgrund des Feuers in soziale Not geraten sind bzw. wegen der Zerstörung ihrer Wohnungen Mieten bezahlen oder Reparaturarbeiten an ihren Häusern durchführen müssen.

Eine Regierungssprecherin teilte mit, dass die Geschädigten Hilfsgelder in Höhe von 50% des Gesamtschadens an ihren Häusern erhalten. Allerdings konnte in vielen Fällen diese Subvention noch nicht ausgezahlt werden, weil dafür nicht nur das Schadensgutachten, sondern auch die Escritura vorliegen muss, und oftmals die Besitzverhältnisse nicht geklärt sind.

Die von der Regionalregierung festgelegten Beträge belaufen sich auf 8.500 Euro pro Familie für soziales Wohlbefinden, 50% der Kosten für den Wiederaufbau ihrer vom Feuer zerstörten Häuser und 600 Euro pro Monat für Mietkosten, die für eine maximale Dauer von zwei Jahren übernommen werden.




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