Blumen und Feuerwerk zum „Día de la Cruz“

Foto: AYTO SC DE TF

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Der Feiertag wurde besonders groß in Santa Cruz, Puerto de la Cruz und Los Realejos gefeiert

Teneriffa – Blumenkreuze schmückten am gestrigen 3. Mai wieder viele Plätze in Teneriffas Hauptstadt, aber auch in Puerto de la Cruz und Los Realejos.

Entlang der Rambla de Santa Cruz bewunderten Tausende Spaziergänger den ganzen Tag lang die kunstvoll von 16 Nachbarschaftsverbänden und 24 Schulen angefertigten Kreuze. Während die Nachbarschaftsverbände sich mit Kreationen aus Blüten zu übertreffen versuchen, übt sich der Nachwuchs im Kindergarten und in der Schule in Kreativität mit recyclingfähigen Materialien wie Plastikflaschen und -deckel, Papier oder Dosen. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden die jeweils schönsten Kunstwerke in jeder Kategorie ausgezeichnet.

Auch in Puerto de la Cruz sind wunderschön geschmückte Kreuze auf verschiedenen Plätzen ausgestellt.

In Los Realejos fand am späten Abend des 3. Mai wieder das bekannte Riesenfeuerwerk statt, dessen Tradition eine lange Geschichte hat. Zwei Straßen, die Calle del Sol und die Calle del Medio, wetteifern jedes Jahr um das prächtigste Feuerwerk und die am schönsten geschmückten Kreuze.

Diese „Rivalität“ zwischen den Anwohnern der beiden Straßen hat seine Wurzeln in der unterschiedlichen sozialen Herkunft der Bürger jener Straßen. In der Calle del Medio lebten einst die wohlhabenden Grundbesitzer und Landherren, weshalb diese Straße auch als „Calle de los Marqueses“ (Straße der Markgrafen) bekannt war, während die Bauern und einfachen Landarbeiter in der Calle del Sol wohnten. Die großen sozialen Unterschiede führten zu der Rivalität, die jedes Jahr in dem Feuerwerk ausgelebt wurde. Die Prozession des Heiligen Kreuzes, sprich der religiöse Ursprung der „Fiesta de la Cruz“, diente mit den Jahren nur noch als Vorwand, um diese „Schlacht“ zu veranstalten. In manchen Jahren soll es regelrechte Kriegserklärungen und Ausschreitungen gegeben haben. Heute wird das Feuerwerk aus Tradition veranstaltet.

Video: Moisés Pérez

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