Bischof suspendiert Priester


Eine TV-Reportage deckte sexuelle Belästigung auf

Eine Reportage der TV-Sendung „Primer Plano“ des kanarischen Senders Televisión Canaria (TVC) hat auf Teneriffa zur Suspendierung eines Priesters geführt. Mit versteckter Kamera war der katholische Ortspfarrer von San Andrés (Santa Cruz) dabei gefilmt worden, wie er eine Frau sexuell belästigte.

Der Film hatte in Bild und Ton festgehalten, wie der Kirchenmann der Frau Geschlechtsverkehr anbot.

Wie der Sender TVC meldete, beschloss Teneriffas Bischof Bernardo Álvarez umgehend die einstweilige Suspendierung des Priesters.

Anscheinend hatte die Frau den Fall angezeigt und das Fernsehen auf die Spur des Priesters gebracht. Sie erzählte, dass sie schon lange von dem Priester belästigt wurde und diese Zudringlichkeiten so weit gingen, dass der Priester täglich an ihre Tür klopfte. Die Frau wohnte ganz in der Nähe der Dorfkirche und beschloss daraufhin, umzuziehen. Der TV-Sender schlug ihr ein Treffen mit dem Priester vor, um das Ganze mit versteckter Kamera zu filmen. Das Treffen fand in einem bekannten Stadtpark in Santa Cruz statt und bestätigte alle Behauptungen des Opfers.

Der Priester ging sogar so weit, ihr anzubieten in eine Wohnung in Puerto de la Cruz zu gehen, die ihm angeblich gehörte, wo man ungestört Sex haben könne. Der Sender erklärte, dass die sexuell anzüglichen Äußerungen des Pfarrers so wüst und obszön gewesen seien, dass darauf verzichtet wurde, den gesamten Wortlaut des Treffens wiederzugeben.

Nachdem TVC die obszönen Annäherungsversuche aufgezeichnet hatte, kontaktierte das Team von „Primer Plano“ den Priester und bat ihn um eine Stellungnahme. Der Pfarrer wies derartige Anschuldigungen zurück und versicherte, „meine ganze Liebe ist mit Gott“.

Das Bistum Teneriffa bedauerte diesen Vorfall und entschuldigte sich für den mittlerweile suspendierten Priester in einer Mitteilung.




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