Bermúdez auf Partnersuche


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Koalitionsverhandlungen in der Hauptstadt

In Santa Cruz de Tenerife konnte sich die Coalición Canaria trotz eines leichten Stimmenverlustes gegenüber der Partido Popular behaupten. Vor vier Jahren hatte die PP-Spitzenkandidatin in Teneriffas Hauptstadt, Cristina Tavío, mit 28,3% der Stimmen die Nationalisten mit José Manuel Bermúdez an der Spitze, für die sich 27,3% der Wähler entschieden, ganz knapp überholt. Durch ein Bündnis mit den Sozialisten errang Bermúdez schließlich den Bürgermeisterposten.

Nach dem Wahlergebnis vom 24. Mai 2015 können die Sozialisten, die im Vergleich zu 2011 einen Sitz eingebüßt haben, nun wieder das sprichwörtliche Zünglein an der Waage sein. José Manuel Bermúdez (CC) und José Ángel Martín (PSOE) haben bereits erste Koalitionsgespräche geführt und die für jede Partei jeweils wichtigsten Punkte erörtert. Dabei bahnt sich eine ähnliche Strukturierung wie vor vier Jahren an. PSOE-nahe Quellen versicherten, es herrsche gute Stimmung bei den Verhandlungen, und man liege auf der gleichen Wellenlänge.

Ein Pakt mit der alternativen Bürgerpartei Sí se Puede, die zwar rechnerisch als Bündnispartner infrage käme aber deren Parteiprogramm nicht mit Coalición Canaria vereinbar scheint, gilt als unwahrscheinlich. 

Die Bürgerpartei „Sí se Puede“ mit Spitzenkandidat Pedro Fernández Arcila erzielte am 24. Mai auf Anhieb mit 12% der Stimmen 4 Sitze im Stadtparlament.

Bürgermeister Bermúdez befindet sich jetzt in der schwierigen Lage, eine stabile Bündnisregierung von mindestens 14 Stadträten aufzustellen. Er teilte mit, sich nicht an einen übergreifenden Pakt zwischen der CC und der PSOE, der sich derzeit auf regionaler Ebene anbahnt, gebunden zu fühlen. 




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