„Berlins Stimme in Europa“ spricht jetzt auch für die Kanaren


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Joachim Zeller auf Teneriffa

Er wolle „Berlins Stimme in Europa sein“, hatte der CDU-Politiker und ehemalige Bürgermeister von Berlin-Mitte, Joachim Zeller, seinen Wäh­lern bei der letzten Europawahl versprochen. Nun hat der Europa-Abgeordnete auf Einladung von Teneriffas Cabildo-Präsidenten Ricardo Melchior die Insel besucht.

Und ist stark beeindruckt gewesen. „Teneriffa und die Kanaren“, so stellte er fest, „laufen landläufig unter dem Label Sonne und Strand. Dabei gibt es hier doch viel, viel mehr.“

Genau dieses Bewusstsein wollte Melchior erzeugen, als er die Einladung aussprach: „Die Menschen müssen uns besuchen, um uns in allen Facetten zu begreifen.“ Speziell hat er da sein Augenmerk auf das Europäische Parlament gerichtet.

Das Ziel, in den europäischen Institutionen mehr Verständnis für die speziellen Belange der Inseln und auch ihre Probleme zu wecken, hat er zumindest bei Zeller voll und ganz erreicht. Nicht von ungefähr war es dieser deutsche Politiker, den er als ersten auf die Insel gebeten hat. Zeller sitzt in den Ausschüssen für regionale Entwicklung, Tourismus, Verkehr und Mobilität und zeigte ein offenes Ohr für Probleme und Projekte. Besonderes Interesse weckte bei ihm das Nahverkehrszugprojekt, das technische Institut ITER und in diesem Zusammenhang auch das Napwaci-Projekt (Neutral Access Point Africa – Canary Islands), das vom ITER vorangetrieben wird.

Zeller zeigte sich sehr zugänglich, sehr aufgeschlossen bestimmten Wirtschaftssektoren gegenüber wie beispielsweise dem Bananenanbau – „Der muss zur Erhaltung der Landwirtschaft gefördert werden.“ – und übte gleichzeitig auch Kritik: „In Sachen Qualität muss im Tourismus einiges passieren.“

Der Europa-Abgeordnete kann sich die Gründung einer europäischen Lobby zur Förderung der Inselregionen durch­aus vorstellen und meinte: „Ich habe versprochen, die Stimme Berlins in Europa zu sein. Das ist jedoch voll und ganz kompatibel damit, dass ich auch als Stimme Teneriffas auftreten werde.“ 




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