Beispielhaftes Verhalten deutscher Urlauber


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Großes Lob von offizieller Seite für das Ehepaar Schaumann

Das „beispielhafte Verhalten“ eines deutschen Ehepaares im Urlaub auf Teneriffa wurde von OAMC-Präsident Francisco García-Talavera öffentlich in den höchsten Tönen gelobt. Das Ehepaar Schaumann hatte eine Wanderung in Las Cañadas del Teide unternommen und war auf einem Lavafluss des Vulkans Los Hornitos auf eine kleine Aushöhlung gestoßen, in der ein Gefäß aus Guanchenzeiten versteckt war.

Wie der Präsident des kanarischen Amts für Museen und Kulturzentren weiter ausführte, haben die beiden sich absolut korrekt und den Vorschriften entsprechend verhalten. Sie beließen den Fund in der Fundstelle und setzten sich sofort mit dem Personal des Nationalparks in Verbindung, dem sie nicht nur die Fundstelle beschrieben, sondern sogar auch die GPS-Koordinaten mitteilten. Dennoch konnte die Stelle an diesem Tag nicht lokalisiert werden. So erklärten die Schaumanns sich bereit, anderntags noch einmal in die Cañadas zu fahren und die Beamten zur Fundstelle zu führen.

Das Guanchen-Gefäß wurde der Öffentlichkeit im Archäologischen Museum vorgestellt, wo es nun nicht nur als geschichtliches Zeugnis, sondern als Vorbild für das korrekte Verhalten bei archäologischen Funden ausgestellt ist. Museums-Direktor Rafael González Antón war ebenfalls sehr beeindruckt davon, dass Ausländer, die wenig Bezug zur Insel und ihrer Geschichte haben, einen schätzungsweise 500 Jahre alten Gegenstand gefunden und ihn nicht angerührt haben, sondern die zuständigen Stellen benachrichtigten.

Im übrigen ist dies kein Einzelfall, so González. 90 Prozent aller Keramik-Fundstücke aus der Guanchenzeit, die heute im Museum ausgestellt sind, wurden in Las Cañadas entdeckt.




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