Bau setzt auf Tourismus und Infrastrukturen


Cabildo fördert den Sektor mit einem umfangreichen Investitionsplan

Nachdem die Inselregierung in ihrem Haushalt den Posten für Investitionen, sprich Bauprojekte und Instandhaltungsvorhaben, um mehr als 85% auf fast 88 Millionen Euro angehoben hat (das Wochenblatt berichtete), unterzeichneten Cabildo-Präsident Carlos Alonso und Antonio Plasencia, Präsident der Vereinigung der Bauunternehmer Fepeco, dieser Tage ein entsprechendes Abkommen zur Zusammenarbeit.

Nach der langen Krise, die für viele Bauunternehmen das Aus bedeutete, hofft der Bausektor nun, über die anhaltende Erneuerung, Renovierung und Modernisierung der Urlauberunterkünfte sowie die Instandhaltung der Infrastrukturen – der Cabildo-Etat sieht 220 entsprechende Projekte vor – langsam wieder Fuß fassen und Arbeitsplätze schaffen zu können.

Plasencia zeigte sich optimistisch: „Wir sind fähig, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, doch nur auf langsame und sichere Weise.“ Im Sektor sei nicht geplant, neues Gebiet zu erschließen, schließlich gäbe es für die nächsten 20 Jahre genügend deklariertes Bauland. Allerdings hält der Vertreter des Baugewerbes das neue Tourismusgesetz, das im Sommer vergangenen Jahres verabschiedet wurde und den Baustopp für Fünfsternehotels und Luxusvillen in Meeresnähe aufhob, für nicht ausreichend. „Wenn Viersternehotels gebraucht werden, dann müssen Viersternehotels gebaut werden können,“ erklärte Plasencia empört und forderte somit die endgültige Aufhebung des 2001 beschlossenen sogenannten Moratoriums, das einer ungezügelten touristischen Bebauung den Riegel vorgeschoben hatte.

Alonso gab bekannt, dass sich die ersten im Rahmen des Investitions- und Arbeitsschaffungsplanes anfallenden Ausschreibungen bereits angelaufen seien. Noch vor dem Sommer solle die Instandhaltung des Inselstraßennetzes vergeben werden. „Die kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu fördern und dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen, das ist die Linie, der zu folgen ist“, stellte der Inselpräsident fest.

Plasencia forderte die Gemeinden auf, sich am Cabildo ein Beispiel zu nehmen, in die Erneuerung und Instandsetzung zu investieren und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen.




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