Barranco del Infierno bleibt vorerst gesperrt


Seit einem Unglück vor 3 Jahren ist der Zutritt verboten

Wieder ist ein Jahr vergangen, ohne dass die Schlucht Barranco del Infierno wiedereröffnet wurde. Das beliebte Ausflugsziel in Adeje wurde 2009 nach dem tragischen Tod eines deutschen Wanderers durch einen Steinschlag gesperrt. Der Zugang ist verschlossen, der Zutritt verboten. Das Umweltamt des Cabildos bemüht sich nach eigenen Angaben um die Klärung der Rechtstlage.

Im März letzten Jahres erklärte die Leiterin des Inselumweltamtes, Ana Lupe Mora, dass das Cabildo bemüht sei, die Schlucht so bald wie möglich wieder offiziell als Wanderziel freizugeben und die Zugangssperre aufzuheben. Dies könne aber erst erfolgen, wenn das in Auftrag gegebene Rechtsgutachten vorliegt, welches das Cabildo von jeglicher Verantwortung für Unfälle entbindet. Sie rechne damit, dass die Situation bis Ostern geklärt ist und der Barranco del Infierno dann wiedereröffnet werden kann. Doch Ostern 2012 kam, das Jahr verging, und der Barranco blieb weiterhin geschlossen.

Nun, ein Jahr später, stehen Wanderer weiterhin vor einem verschlossenen Eingang. Vom Rathaus aus wird auf die „Komplexität“ der Klärung der Verantwortungsfrage im Falle eines Unfalls hingewiesen. Die Umweltdezernentin von Adeje, Esther Rivero Vargas, erklärte, dass die Sicherheit auf dem Wanderweg durch die Schlucht für Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga ein großes Anliegen sei. Solange diese nicht gewährleistet werden könne, bleibe der Barranco gesperrt.

„Wir sind uns der Bedeutung dieses Gebietes für den Tourismus duchaus bewusst und bemühen uns darum, es so bald wie möglich wieder für Besucher öffnen zu können“, versicherte sie.




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