Bankenproteste auch auf den Kanaren


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In Santa Cruz gingen am 15. Oktober etwa 5.500 Menschen auf die Straße

Die von der in Spanien geborenen sogenannten „Bewegung 15-M“ (Movimiento 15-M) ausgelöste weltweite Protestwelle gegen die Macht der Finanzwirtschaft erfasste am 15. Oktober auch die Kanarischen Inseln.

Tausende „Empörte“ beteiligten sich auf dem  Archipel an der globalen Demonstration. In Santa Cruz de Tenerife gingen etwa 5.500 Menschen auf die Straße und forderten unter anderem einen „globalen Wandel“.

Spanienweit folgten Hunderttausende dem Aufruf zu Demonstrationen in 80 Städten. Die größte Kundgebung fand in Madrid statt, wo die Masse der Demonstranten den etwa einen Kilometer langen Straßenabschnitt zwischen der Plaza de Cibeles und der Puerta del Sol, wo vor fünf Monaten die „Bewegung 15-M“ entstand, buchstäblich überflutete.

Die im Krisenspanien geborene Protestbewegung, die vorrangig für eine „echte Demokratie“ und ein „gerechteres Wirtschaftssystem“ eintritt, hat sich über die sozialen Netzwerke in alle Welt verbreitet und zu einer massiven Mobilisierung der Bevölkerung geführt. Auch eine deutsche Website mit dem Motto der spanischen Bewegung gibt es mittlerweile (www.echte-demokratie-jetzt.de).




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