Bald neue Fußgängerzone für La Laguna?


© AytoLL

Die Sozialisten wollen den Einzelhandel beleben

In La Laguna entstanden in den 1990er Jahren die ersten Fußgängerzonen, als erste die in den Straßen Carrera und Herradores.

Die Innenstadt wurde dadurch belebt, denn vorher war das Einkaufen wegen der schmalen Gehsteige in den historischen Gassen kein Vergnügen und nicht ganz ungefährlich, musste man als Fußgänger doch des öfteren auf die befahrene Fahrbahn ausweichen. Seither haben sich die Fußgängerzonen vermehrt, und die alte Hauptstadt Teneriffas wird zunehmend zum Bummeln und Einkaufen besucht. Nun soll eine Initiative der PSOE-Fraktion des Stadtrates dafür sorgen, dass auch die lange Straße Heraclio Sánchez, die den Campus der Universität mit dem historischen Stadtkern verbindet, in den Genuss der Autofreiheit kommt.

Diese wichtige Verbindung ist eine der Straßen mit den meisten Geschäften, da sehr viele Studenten dort das vielfältige Angebot nutzen. Die Zeitung „El Día“ führte eine Umfrage unter den Geschäftsinhabern der Zone durch, und die überwiegende Mehrheit befürwortet die Initiative für die Fußgängerzone. Man hofft, damit auch den etwas heruntergekommenen Eindruck zu verbessern, den die Straße derzeit bietet.

Die durch eine Fußgängerzone allerdings wegfallenden 250 Parkplätze sollen durch den schon länger geplanten Bau eines Parkhauses in der Nähe des Rathauses kompensiert werden. Ein anderer Vorschlag, der schon seit einigen Jahren diskutiert wird, ist ein unterirdisches Parkhaus mit 1.800 Parkplätzen direkt auf dem Campus der Universität. Oberirdisch soll dann eine Parkanlage entstehen mit einem Versammlungsplatz für 7.500 Personen.

Die neuen Parkplätze sollen auch, so Vertreter der Opposition, bezahlbar sein, im Gegensatz zu den Parkplätzen in der Avenida Trinidad oder Calle La Milagrosa, die so teuer seien, dass viele Fahrer lieber mehrere Runden drehen bis sie einen der kostenlosen Plätze finden. 

Die für den Straßenbau zuständige Stadträtin Cruci Díaz steht der Idee der Fußgängerzone nicht ablehnend gegenüber und bittet darum, entsprechende Pläne bei den zuständigen Stellen einzureichen, damit eine technische Prüfung vorgenommen werden kann. Verschnupft war sie lediglich darüber, dass die Opposition mit der Idee an die Öffentlichkeit geht, ohne vorher Gespräche mit den Anwohnern und Geschäftsleuten zu führen.




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