Bajamar soll ein Einkaufszentrum bekommen


Neuer Bebauungsplan La Laguna

Der neue Bebauungsplan (PGO) der Stadt La Laguna sieht vor, Bajamar, die wichtigste touristische Zone des Gemeindebezirks, wirtschaftlich zu beleben.

Die meisten zugelassenen neuen Projekte zielen auf den Ausbau des Fremdenverkehrs ab. Ein weiteres Ziel ist es, die Versorgung der Anwohner zu verbessern. Zu diesem Zweck gibt  der Plan Raum für eine Einkaufszone mit Tankstelle im Ortsteil Porlier und ein kleines Einkaufszentrum nahe den Urbanisationen Lagunamar und Achimencey. Nach der Umsetzung dieser Pläne wären die Einwohner von Bajamar nicht mehr, wie bisher, darauf angewiesen, für ihre alltäglichen Einkäufe den Ort zu verlassen. Nebenher würden die Straßen der Nachbarorte Tejina, Tegueste und Valle de Guerra entlastet. Das neue Einkaufszentrum, dessen Finanzierung und Umsetzung privat organisiert werden soll, darf bis zu drei Stockwerke hoch sein. Der Plan sieht vor, dieses Projekt schon innerhalb der kommenden fünf Jahre in die Tat umzusetzen. In den Ortsteilen Montalmar und Vernetta möchten die Planer das touristische Angebot ausweiten. Mindestens 30% der Fläche dieser Urbanisationen sollen wegen der „hervorragenden landschaftlichen Lage“ nicht für mehr Wohnhäuser, sondern für Hotels genutzt werden. Um den Standard des Urlaubs- und Kurangebotes zu erhöhen, soll nur der Bau von 4- und 5-Sterne-Hotels zugelassen werden. Das gleiche gilt für die Straßenzüge Océano Pacífico und Océano Atlántico. Auch im Zentrum von Bajamar wird sich einiges tun. Nahe den Meerwasserschwimmbecken soll ein Parkplatz entstehen, außerdem ist der Bau eines Bürgerzentrums angedacht. Etwas außerhalb des Zentrums an der TF-13 soll eventuell ein Sportkomplex gebaut werden. Auch an Grünflächen ist im neuen PGO gedacht, in Bajamar ist beim Club Náutico Raum dafür vorgesehen.

Der neue Bebauungsplan weist im gesamten Gemeindegebiet 5,5 Millionen Quadratmeter neues Bauland aus und könnte Investitionen von bis zu 1,2 Milliarden Euro nach La Laguna bringen. Daraus ergäben sich Einnahmen für die Stadt von bis zu 120 Millionen Euro, genug, um die Hälfte aller Bauvorhaben, die bis 2022 geplant sind, durchzuführen. Mögliche Spekulationsgewinne mit dem neugewonnenen Bauland wurden beschränkt durch die Festlegung einer Obergrenze des Quadratmeterpreises auf 80 Euro.




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