Baby in Sortieranlage gefunden


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Mitarbeiter der Mülltrennung hielten die kleine Leiche zunächst für eine Puppe

In der Mülltrennungsanlage von Arico, auf dem Transportband, wo der organische Abfall sortiert wird, haben die Mitarbeiter der Abendschicht des 24. August einen grausigen Fund gemacht. Im Inneren einer halb aufgerissenen Plastiktüte war etwas zu sehen, das der Sortierer zunächst für die Hand einer Puppe hielt.

Erst als er danach griff, bemerkte er zu seinem Entsetzen, dass es sich um ein echtes Neugeborenes, einen kleinen Jungen, handelte, und benachrichtigte sofort die Polizei.

Der Vorabbericht der Autopsie enthüllte, dass das Baby zum Zeitpunkt seiner Geburt am Leben war. Bei der Suche nach der Mutter verfolgten die Ermittler vornehmlich zwei Strategien. Zum einen, das Gebiet einzugrenzen, wo der Lastwagen den Müll, der zusammen mit der Babyleiche angeliefert wurde, eingesammelt hatte. Zum anderen die Arztpraxen und Gesundheitszentren, die Schwangere betreuen, zu befragen. Die Angaben einer Ärztin führten wenige Tage später zur Festnahme einer 42-jährigen Frau aus La Orotava, die schwanger gewesen war, jedoch nun keinen Säugling bei sich hatte. Ein DNA-Test bestätigte, dass sie die Mutter des toten Babys ist. Der Ermittlungsrichter verfügte daraufhin die Inhaftierung der Frau.

Nachbarn äußerten gegenüber der Zeitung „La Opinion“ die Auffassung, dass die Frau geistig verwirrt sein könnte.




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