Ausweg für die Prostituierten der Calle Miraflores gesucht


© Marc Famulla

Ein Städtebauplan sieht vor, der Straße ein ganz neues Gesicht zu geben

Die Calle Miraflores in Santa Cruz de Tenerife ist seit Jahrzehnten als die Straße bekannt, in der Frauen – mehr oder weniger freiwillig – dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Ein Städtebauplan sieht nun vor, der ziemlich heruntergekommenen Gegend ein neues Gesicht zu verleihen.

Unter anderem müssen dabei die alten, meist schäbigen Gebäude, in denen die Prostituierten ihrer Tätigkeit nachgehen, neuen, modernen Wohnhäusern weichen.

Wohin aber mit den Frauen? Darüber haben sich ausnahmsweise auch einmal die Behörden Gedanken gemacht und das sogennannte Projekt „Violeta“ ins Leben gerufen. In Gemeinschaftsarbeiten wollen das Ressort für Soziale Angelegenheiten, die Gesellschaft für Entwicklung, die NGO-Organisation La Casita sowie Ärzte der Welt versuchen zumindest für die älteren unter den betroffenen Frauen, die nichts anderes kennen, als ihren von der Gesellschaft geächteten „Beruf“, eine Lösung zu finden. Für zwischen 30 und 40 Frauen soll eine Arbeit gesucht werden, so dass sie zumindest über einige Jahre Sozialabgaben zahlen können und somit das Anrecht auf eine Altersversorgung erwerben.

Wie konkret die Unterstützung von öffentlicher Seite aussehen wird und was mit den Jüngeren unter den Frauen geschehen wird, darüber wurden bislang noch keine Angaben gemacht.




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