Ausbau der südlichen Stromtrasse stockt


© Moisés Pérez

Baustopp bis mindestens 2014

Der Ausbau der Stromtrasse, die parallel zur Südautobahn von Granadilla bis Adeje verläuft, lässt auf sich warten. Die im Jahr 2007 eingeweihte Hochspannungsleitung ist zurzeit nur für eine Spannung von 66 Kilovolt ausgelegt, weniger als die Hälfte der vorgesehenen 220.

Der neue Energieversorgungsplan für die Kanaren und ganz Spanien tritt erst im Jahr 2014 in Kraft und hat einen Handlungsspielraum bis 2020. Vorher darf das Industrieministerium keine Genehmigungen mehr für neue oder schon im Antragsverfahren befindliche Projekte erteilen. Davon betroffen ist auch ein für den Ausbau der Trasse in Arona unverzichtbares Umspannwerk in Los Vallitos. Es ist also völlig unklar, wann die Vervollständigung dieser für den Süden so wichtigen Hochspannungstrasse abgeschlossen wird. Die Koppelung an die gesamtspanische Energieplanung ist der Tatsache geschuldet, dass zwar die Strommasten dem kanarischen Elektrizitätsunternehmen Endesa gehören, das Hochspannungsnetz selbst jedoch dem Unternehmen Red Eléctrica. Dieses ist für den Energietransport in ganz Spanien zuständig, nicht aber für die Energieerzeugung und -verteilung.

Die stellvertretende Industriebeauftragte der Kanarenregierung, Francisca Luengo, äußerte sich besorgt über diese Entwicklung und fordert eine Sonderplanung für die Kanaren, die diese und andere kanarische Projekte noch in diesem Jahr vorantreibt. Durch die isolierte Insellage mit wenigen Kraftwerken und Stromabnehmern seien die hiesigen Stromnetze weniger stabil als jene auf dem Festland und erforderten deshalb eine andere Planung vonseiten der Zentralregierung.




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